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Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation


 
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Lorraine
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 577
Wohnort: France
Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 17/02/2017 19:00    Titel: Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

.



    Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation und wie
    sie dem ziellosen Wünschen alle zu Füssen liegen: Wörter



    Ich gebe Begreifen zurück dir falte ich stampfe verbrenne behalte
    was passend nicht zu sagen wäre bleiben das Denken rückwärts
    die Auflösung selbst meine Suche mein Blättern Bezichtigen ist nur
    ein weiterer Mantel legen Sie ab und setzen Sie sich

    Murrend bedeutete zeigte ein Bild wie es vorlag den Vorschlag es
    hätte sich bessere Zeiten aussuchen sollen Entsorgung mit
    freundlichen Grüßen versteifen es kleckste und stockte doch
    Tonarten mögen sich neu modulieren lass es nur zu du

    zogst mich dir in Ruhe an schautest gar nicht hin versprachst mir ein
    Locked-in-Syndrom ein kleines Reich nur neben anderen Siechtümern und
    ich würde dort Königin du lobtest meinen Mut zum Sprung und den
    perfekten Bruch

    Zeitgleich woanders. Sondieren, in Fahrenheit-Grade umzurechnende Würdigkeit messen, Werte wie
    Tropfen auf zu heißem Pflaster, es gelten nicht Häupter der Lieben – gezählt wird in Ladungen und
    Kontingenten, Erzählen nach Zahlen - was ist eine Chiffre ist


    Abstand


    nicht Rettung und Rattern kann vieles
    bedeuten ist zeigen
    und Sehen sei Wissen will angesagt sein aber
    Wollen kann weichen wie -heit oder -keit und was wäre
    das Positionieren von Silben anderes als eine Gier

    Wenn Sie sich nun frei machen würden Sie sich
    bitte gestern melden wir uns an wir stellen
    uns der Täglichkeit des Würgens so wie
    wir waren wir wirklich erprobt nicht nur
    fallen gelassenen Wörtern verfallen das alles ein


    Surrogat


    Aufgegeben als ich dich in mir begrub ich
    trug dich Knüll ein Ding aus Linien Knicken einem
    Haufen unteilbaren Zellmaterials so komprimiert und
    dicht du störtest mich


    nicht weiter


    Warst nun still und unbewegt ein mikroskopisch kleines Kolbenfresser-
    Opfer irgendwann verkehrt betankt und dabei keins was sich zerlegen
    hätte lassen können
     

    nie wieder


    durfte mir ein Irrtum unterlaufen ahnte ich geschmiert lief
    eins ins andere und du bliebst tief verborgen damit fern
    gepresst geerdet absolut verdeckt


    Ich spürte nicht wie rot Geballtes um dich wuchs mein Beben meine
    fahrigen Versuche Konstellation von Standortfragen zu
    befreien und auch ihr das Kleid vom Leib den Kern heraus zu


    stanzen


    Als könne Löchern geprobt und spielend
    das Tanzen erlernt mach dich frei und kein
    Tamtam um dieses Stechen die Substanz gibt nach noch
    eine Drehung siehst du oberhalb vom Stern um Stern um Stern
    umstellt sei still führ dich nicht auf lass
    das Theater denk daran es ist nur eine
    Unterdrückung weit ein Steinwurf
    gib dir einen Stoß

    Vor lauter Lesen und vor allem
    hast du mich verstanden da stand: ja
    hilf mir mal ich zeig dir wie du mir
    vom Hals die abgezweigte Zeit er teilte
    mir das Wort lieh mir das halbherzige Ohr
    bedeutete ich schrieb ich werde dir ich hab
    es nicht jetzt brauchst du mich
    zu tun als hättest du von mir

    er wartet wie du selbst gewusst nicht mehr und
    das war mein wie du weißt schon


    Alles


    läuft auf die Enttäuschung über einen
    illokutionären Akt hinaus

    Das hab ich nun davon: ein totes Du. Und wo
    die Gärten schäumten, Gründe unter Blüten schon
    ins Bodenlose schwanden, dort versäumte es
    Substrat ins Aus zu retten; Wurzelmehl und

    revolutionärer Staub - das alles rasch noch
    abgeklopft; ein Wettersturz brach jäh die Reise
    ab, vom Blitz zerrissen, starb mein Du. Im Schlamm
    schwemmten Klumplawinen Reste, formten um sein: Aus

    Halden trocknen an der Oberfläche schnell, im
    Abraum gärt es lange; ob für neue, kurze
    Laute, Zyklen von Erscheinung und Vergehen
    Zeit bleibt? Wer auch wieder ruft – Du sicher nicht.




.

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traumLos
Schreiberling


Beiträge: 210



BeitragVerfasst am: 18/02/2017 21:05    Titel: Antworten mit Zitat

Dieser Text sperrt sich zunächst, weist den Leser ab und lockt ihn doch und dann beginnt er sich zu öffnen und in seine Tiefe hineinzuziehen.
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Zinna
Geschlecht:weiblichschweißt zusammen, was


Beiträge: 1560
Wohnort: zwischen Hügeln und Aue...
Das Silberne Pfand Ei 4
Lezepo 2015 Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 19/02/2017 11:31    Titel: Antworten mit Zitat

Kommentarplatzhalterplatz, wird (hoffentlich) ersetzt werden


Hallo Inko,

Bewertungen gemischt subjektiv/objektiv

Dein Langgedicht hat Drive, nimmt einen mit.

Obere Ränge

Gruß
Zinna


_________________
Wenn alle Stricke reißen, bleibt der Galgen eben leer...
(c) Zinna
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V.K.B.
Geschlecht:männlichAutor

Alter: 44
Beiträge: 768
Wohnort: an der Nordseeküste
Das bronzene Niemandsland Goldene Gabel


BeitragVerfasst am: 19/02/2017 21:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,
Erst einmal: Eine formelle Umsetzung der Magmastruktur kann ich nur schwer entdecken. Für mich ist ein Magmastrom stumpf, dumpf, nicht filigran und leicht überschaubar. Auch wenn er chaotischen Gesetzen folgt. Will sagen: Auch inhaltlich passen deine Chiffren nicht wirklich zum Magmabild.

Mutig ist der Text auf jeden Fall, schon eine Überschrift, die fast nur aus Neologismen besteht, gefolgt von aneinandergereihten Chiffren. Dir ist sicher klar, dass das wohl niemand außer dir selbst komplett verstehen kann. Was geht, ist einiges mitzufühlen, erlebte Sprache (oder Auflösung dieser). Thematisch kam ich beim Lesen nicht dahinter, wechselte zwischen Krankheitsmethapher (Krebs), unbemerkte Schwangerschaft (oder ein Abbruch?) oder dem Ende einer Beziehung.

Trotzdem hat der Text irgendwie was, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was. Aber – trotz reichlicher Bemühung – richtig warm werde ich damit nicht.

Punkte vergebe ich erst, wenn ich alles mehrfach gelesen habe.


_________________
Der Möbiusstreifen ist der beste Beweis dafür, dass Komplexität die Projektion menschlicher Kleinheitsängste ist (Nis-Momme Stockmann)

Der Dumme schwimmt mit dem Strom, der Rebell schwimmt gegenan, der Weise schwimmt ans Ufer und ruft sich ein Taxi (original VKB)
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BlueNote
Geschlecht:männlichStimme der Vernunft


Beiträge: 6451
Wohnort: NBY
Ei 4



BeitragVerfasst am: 20/02/2017 07:46    Titel: Antworten mit Zitat

Für mich gilt: Viel Text (sehr viel Text), aber wenig Klarheit. Man liest und liest und fragt sich, was man da überhaupt liest. Satzfragmente wie trockener Sand, der keine Strukturen Bilden will und das auf drei langen Bildschirmseiten.

Vielleicht steckt ja mehr dahinter. Es gibt Beiträge im Wettbewerb, die finde ich schlechter. Deswegen ist der Text für mich Mittelmaß.
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dürüm
Wolf im Negligé

Alter: 40
Beiträge: 488
Wohnort: Cape Town
Das Bronzene Pfand Der bronzene Spiegel - Lyrik
DSFo-Sponsor Podcast-Sonderpreis


BeitragVerfasst am: 20/02/2017 19:15    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Inko,

der Titel hat mich zuerst an Stimmgabel glauben lassen. Spätestens nach der ersten Strophe war dieser Eindruck natürlich weg.

Du bedienst Dich einer Unzahl an Stilmittel und einer ungeheuer differenzierten Sprache, die neugierig auf mehr macht.

Leider erkenne ich in der Formatierung keinen so deutlichen Zusammenhang mit Magma (Zeitmangel? oder technische Probleme? oder keinen Spaß an optischen Tricks?)

Textlich schreibst Du atemlos, springst, windest Dich, holst kaum Luft ...  ich könnte wahrscheinlich Wochen damit verbringen, die verschiedenen Ebenen frei zu legen.
Wobei der Zusammenhang mit Magma für mich bei anderen Texten klarer ist, deshalb "nur" sechster Platz und damit:

Cinq points

Gruß
Kerem


_________________
Versuchungen sollte man nachgeben. Wer weiß, ob sie wiederkommen.
(Oscar Wilde)
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Heidi
Geschlecht:weiblichAutor

Alter: 36
Beiträge: 694
Wohnort: Hamburg
Ei 2


BeitragVerfasst am: 20/02/2017 20:08    Titel: Antworten mit Zitat

Hier befinde ich mich außerhalb von Zeit und Raum, außerhalb von Ordnung und Struktur. Das geschriebene Wort ist mehr Magma, als die Formatierung. Es fühlt sich dickflüssig an, zäh, ich kämpfe mich durch – Wort für Wort lässt mich stocken und weitermachen, der Fluss ist vorhanden, weil es flüssig geschrieben ist, aber eben dickflüssig und das finde ich, ist doch ein Kunstgriff, die Struktur der Formatierung ist überflüssig, wäre wohl zu viel gewesen, wenn du ausgefallener damit umgegangen wärst, hätte mich eventuell gänzlich stocken lassen, oder vielleicht doch nicht? Ist schwierig diese Frage zu beantworten.
Auf alle Fälle finde ich die Sprache in diesem Gedicht schön. Sie klingt, sie fordert mich (heraus), den Inhalt nicht mit meinen Gedanken zu zerstören, sondern ihn auf mich wirken zu lassen, ihn zu empfinden - das mag ich.

Acht Punkte
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Terhoven
Geschlecht:weiblichSchreiberling


Beiträge: 237



BeitragVerfasst am: 20/02/2017 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist einer meiner Lieblinge, schon der Titel lässt mich nicht los, ich denke, das ist doch ein Rätsel, das ich lösen kann, ich krieg es aber nur halb hin. Ganz groß. Genauso muss ein Ohrwurm sein.

Der Text wirkt wie ein großer Gedankenstrom, der sich ständig neue Wege bricht, fast überall bleib ich hängen und werde mitgerissen -- magmatisch ganz toll umgesetzt.

Meine Lieblingsstellen:
Würden Sie sich bitte gestern melden -- ganz große Klasse
ich trug dich Knüll ein Ding aus Linien -- ich würde nie auf die Idee kommen, Wörter derart zu kombinieren, aber so, wie sie dastehen, wirken sie völlig richtig auf mich, als ob das genau so sein muss, das ist echt faszinierend.
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firstoffertio
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor


Beiträge: 4811
Wohnort: Irland
Das bronzene Stundenglas Der goldene Spiegel - Lyrik (1)
Podcast-Sonderpreis Silberner Sturmschaden


BeitragVerfasst am: 21/02/2017 21:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich werde nicht genug Zeit haben, mich eingehend mit den Texten dieses Wettbewerbs auseinanderzusetzen.

Deswegen beschränke ich mich darauf, wie ich auf Geschildertes reagiere, und auf Relation von Inhalt und Formatierung.

Dieser Text kommt ohne letztere aus. Magmatisch ist er auf semantischer und inhaltlicher Ebene, und wie!

Ich brauche für ihn mehr Zeit.
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Stimmgabel
Geschlecht:männlichNebelpreisträger


Beiträge: 3942
Wohnort: vor allem da
Bronzener Sturmschaden Der goldene Spiegel - Lyrik (2)



BeitragVerfasst am: 22/02/2017 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

-


Hallo liebe(r) WB -TeilnehmerIn,

da ich nur teilweise kommentiere  / ergo, kann ich an einer Bewertung auch nicht teilnehmen.


Gruß Stimmgabel ...


-------------------------------

zu:  Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation  ______________


Hallo Inko,

der Text erinnert mich sehr an den vor Wochen eingestellten Forums-Text “Sumpfgebiete“, mMn letztlich in Form, Stil und Inhalt fast das gleiche denk/schreib_Konzept. Der Inhalt für mich: ein LI kommt nicht klar mit dem oberflächlichen, seichten und unreflektierten Worten/Denke seiner Umgebung, als wüssste LI, was das Problem der anderen ist ??

... verschließt sich mehr und mehr in sich selbst ... bis hin zum quasi kommunikativen ICH-Tod

Liegt mir diese LI einweg_Sicht [ ich nenne es text_Pathologie ] doch sehr langgeatmet im Magen  / für die Pathologie mal dieses beispielende text_Zitat, S1 / Einstieg [ und etwas für mich inhaltlich lesbarer aufgeschlüsselt ] :

Ich gebe Begreifen zurück dir
dir falte ich
stampfe verbrenne behalte was passend nicht zu sagen wäre
bleiben das Denken rückwärts
die Auflösung selbst meine Suche
mein Blättern
Bezichtigen ... ist nur ein weiterer Mantel

legen Sie ab und setzen Sie sich

murrend    ...


______________

...  bleibt mMn der Text durchgängig in einem gleichen denk_Muster von Sequenz zu Sequenz fast auf der Stelle stehen, quasi in sich selbst auf_kopiert ... würde mMn diesem Text ein deutliches Eindampfen sehr gut tuen [ u.z. weit unter die untere WB-Wortgrenze von 300 Wörtern ].


Das LI’eske text_Resümee  _________________________ :

Alles

läuft auf die Enttäuschung über einen
illokutionären Akt hinaus
.......
         ein Wettersturz brach jäh die Reise
   ab, vom Blitz zerrissen, starb mein Du.
...............

Wer auch wieder ruft – Du sicher nicht.  _________________


ist mir eine intellektuelle Zusammenfassung des Davors, quasi eine Kopie der davor_Kopien des gleichen Inhalts, nun dezidiert laut; trägt LI seine Enttäuschung (wohl) sich selbst vor, klagt Weh, sieht sich quasi komplett vereinsamt in seiner Umgebung, und und ...

------------------------------------------------


Zu dieser text_Stelle  _______________ :

Alles

läuft auf die Enttäuschung über einen
illokutionären Akt hinaus

_________________________________   sehe ich hier sprachlich, mMn autoral unbeabsichtigt eine Doppeldeutung [ über ... hinaus ... ], die mMn keinen kontextalen LI-Sinn ergibt ... wäre es mMn folgend treffender:


Alles

läuft auf die Enttäuschung eines
illokutionären Aktes hin

---------------------------------------

geht es LI doch grade um seine Enttäuschung der stattfindenden (illokutionären) Verrumpfung des komm_Objekts auf Etüdensplitter und/oder aprior angelegten manipulativen Zielen von A nach B oder umgekehrt, eben das Verhalten LI's Umgebung.



------------------------------------------------------------

Nun zum Thema Langgedicht und dieser Text  ______________ :

Ob dieser hier verwendete main_Stil [ satzzeichen_loses Aneinanderreihen kürzester Fragmente und Zerbruchstücke ] tatsächlich die innere Funktion des ’Langgedichts’ aufgreift, bin ich mir sehr unschlüssig.

Die lange Länge eines Umbruchtextes hat ja aprior erstmal nix mit einem Langgedicht zu tun Wink , zumal ja gerade das Langgedicht zweierlei stilisch_inhaltlich beansprucht und umsetzt:

 einmal verdichtete Bilder, die in ihrer komprimierten Dichte assoziieren wollen,

 zum anderen genau jene breite Verdichtung einzelner Bilder, die nun inhaltlich wort_reichend [ bis ins prosa’eske ], dem einzelnen text_Bild eine konturte innere Weite verleihen will, ohne zu plappern, ohne in die Überfüllsung und Redundanz zu fallen;

 und beide Erzählweisen parallelen sich ergänzend durch den gesamten Textsinn, hin zum Textsinn.

-------------------------


Resümee:  verrät mMn dieser Text deutlich die Handschrift eines lyrisch malenden und bedenkenden ErzählersIn, will sich eine denk_Spur zeigen, die vielleicht einzig mir in ihrem breiten Fächer verschlossen bleibt Embarassed


zum Titel:  Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation

... leider erschließt sich mir dieses breite Wortespiel lautischer Versetzungen überhaupt nicht

---------------------------

... sind mir über den gesamten Text zuviele denk_Splitter da, teilweise eine willkürliche Zerbrechung von Sprache, der ich sinnig zu oft bis gar nicht mehr folgen kann und:

der mir persönlich zu linear, eingleisig verlaufende LI-Textweg, quasi : ich armes Individuum / Schreiber in der Welt der tumben Ohren und Toren.


Zudem müssten mMn die untertitelten Sequenzen [ die Titel für sich alleine erstmal vielversprechend ] tatsächlich auch diesen Titelgedanken als Kontextspur abhandeln, was hier mMn sehr ausbleibt und mMn aprior in dem allgemeinen Wehklage_duktus gleichen grund_Inhalts hängenbleibt;

ebenso gelingen mir manche personale /objekte Zuordnungen wie du, er, es, wir, usw ... einzig nur vage spekulativ bis gar nicht.

------------------------------------------------

Zum Vorgabenthema:  Magmastrukturen -und spuren.  Die reale Vorgabe  / der flüssige bis zähe Steinebrei im Erdverschluss ist permanent in innerer Bewegung, in verschiedenen Erdregionen in verschiedensten Konsistenzen vorkommend  / bricht dieses Magma aus dem Verschluss heraus, fließt der Steinebrei als Lava in die (druckärmere, kältere) offene außen_Atmosphäre und erkaltet zu festem Stein  / verliert demnach seine innere Struktur, seine innere Bewegung; ist demnach etwas Sinn_anderes geworden.

Auf diesen Text, auf das LI bezogen :  Li reflektiert kopfkino’esk die komm_Unfähigkeit seiner Umgebung mit LI, sieht in der rest_Alternative, mit dieser Umgebung einerseits außen_direkt andererseits einzig illokutionär zu kommunizieren keinerlei berühr_Basis  / zieht für sich den (Ent)Schluss, die wertige außen_Kommunikation quasi auf Eis zu legen;

einen wertigen Wortetausch quasi nur noch mit sich selbst zu reflektieren  / wie es LI sagt, ist damit LI’s DU_bedürfnis [ ins Außen zu gehen ] tot; bleibt LI-DU damit quasi magma’esk mono_beweglich im eigenen Denkverschluss gefangen. Erkennt LI für sich:

würde sich LI dem worte/denk_Gebahren seiner Umgebung anschließen, anpassen, würde LI’s denk_Bewegung quasi Lava’esk erkalten und erstarren.

In diesem Vorgabe-Sinn ist mMn der Text sehr parallel_sinnig inszeniert und lyrisch umgesetzt gebaut [ ob tatsächlich als Langgedicht lass ich jetzt mal außen vor ] ... ohne Wenn und Aber !!!!!!!!!!!!!!!!

... fehlt mir persönlich in der SchwarzaufWeiß inneren text_Denke jene (für mich erkennbare) bedürfnissige LI-Reflektion, dass Kommunikation zumeist auf den Beinen zweier Partner basiert, somit es anteilig genauso an LI liegt, wenn z.B. eine Kommunikation nicht funktioniert. Wie ich es oben sagte, schmeißt mich die eingleisige und gleich_füllselnde LI_Sicht mehr und mehr aus dem Text heraus, verliert sich meine mit_denk_Lust mehr und mehr dem Text in eigener Erwartung zu folgen.


Inko, klar, ist ja alles nur meine Sicht Wink


... habe mich gerne lyrisch mit dem Text auseinandergesetzt, Gruß Stimmgabel ...


-


_________________
Gabel im Mund / nicht so hastig...
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HerbertH
Geschlecht:männlichAutor


Beiträge: 555
Wohnort: terra sol III


BeitragVerfasst am: 23/02/2017 20:28    Titel: Antworten mit Zitat

der titel mit den neologismen - ihn finde ich im Text danach nur selten wieder. Wenn schon experimentelles Magma, dann total, das würde mir besser gefallen.

Es sind nur Eindrücke, subjektiv, wie immer


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schiefwinklig ist eine kunst
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Jenni
Geschlecht:weiblichNebelpreisträger


Beiträge: 3439

Das goldene Aufbruchstück


BeitragVerfasst am: 24/02/2017 23:21    Titel: Antworten mit Zitat

Der Titel beschreibt, glaube ich, ein künstliches Außen, eine Maske, ein Lächeln wie es sich gehört und das dahinter verbirgt. Und jedenfalls denke ich, dass es darum in dem Gedicht geht. Das Ich fühlt sich von einem Gegenüber (eigentlich sich selbst, aber das erkennt es wenn überhaupt später) unterdrückt und verborgen in seinem Sein, und es versucht sich zu befreien, aber vorsichtig erst ertastend wo es hinmöchte und wohin es vermag. Das Ertasten der Sprache, der richtigen Wörter, und der assoziative Aufbau, das gefällt mir, und das ist auch, was ich mir unter Magma vorstelle, etwas Unterdrücktes, Verborgenes, das sich in verschiedene Richtungen einen Weg zu bahnen versucht. Das Thema sehe ich somit sehr gut verarbeitet.
Das Siezen gilt dem Ich, wird es so angesprochen, es solle ablegen, sich freimachen? Worte die ein Arzt sagen könnte, oder die dem eingesperrten inneren Ich vielleicht Impulse geben, denn irgendwie macht es sich frei, das Du ist tot. Das Ich enttäuscht, von der Bedeutungslosigkeit dessen?
Ich verstehe hier so vieles nicht, hab bei meinen Versuchen das Gefühl gegen eine Wand zu laufen, oder von einer Maske abgespeist zu werden, aber ich will mich darauf einlassen und finde dann etwas dennoch darin, womit ich mich identifizieren kann oder dem nachfühlen, und da sind so wundervolle und treffende Formulierungen, solche wie „zogst mich dir in Ruhe an“, bin davon beeindruckt und lese das einfach gerne.
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Lorraine
Geschlecht:weiblichAutor


Beiträge: 577
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Das goldene Stundenglas Ei 10
Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 25/02/2017 13:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Magma - oder: Subduktionszone und das magmatische Darunter, das Innen, das Einschmelzen. Alles Weitere später - oder auch nicht. Ich jedenfalls erkenne für mich an, was ich da gemacht habe und wie ist gemacht ist.
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gold
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BeitragVerfasst am: 26/02/2017 07:39    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo long Johnson,

Langer Rede kurzer Sinn:
Szenen einer Ehe oder erstorbene Kommunikation einhergehend mit dem Beziehungsaus.

Musste mich ganz schön durchbeißen- aber es hat sich gelohnt.

Chapeau für dich!

LG gold
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Aranka
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Pokapro und Lezepo 2014



BeitragVerfasst am: 26/02/2017 17:17    Titel: Antworten mit Zitat

Gleich vorab: ich werde nicht bewerten, da ich es nicht schaffe, allen Texten die gebührende Lese- und Kommentarzeit zu widmen. Die Texte haben mich unterschiedlich intensiv und auch auf recht unterschiedliche Weise erreicht. Versuche dies und meine Gedanken und Fragen dem Autor offenzulegen.
Da mich „Langgedicht“ generell interessiert, werde ich auch immer einmal meinen Blick auf dieses Phänomen werfen. Vielleicht ergibt sich nach der Bewertung in dem einen oder anderen Faden einmal eine konkrete Textdiskussion unter diesem Fokus.

Die Aufgabenstellung fand ich reizvoll.

Jetzt zum Text:


Zitat:
Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation und wie
sie dem ziellosen Wünschen alle zu Füssen liegen: Wörter


Der Titel in Teilen rätselhaft: Wortzerbrechungen? Wortneuschöpfungen? All das, es liegt dem ziellosen Wünschen zu Füßen. Wird hier bereits ein Fokus gesetzt: „zielloses Wünschen“?

Ich steige ein in Strophen überwiegend ohne Satzzeichen und lese erst einmal ohne Inhalt zu suchen, ohne Zäsuren zu ertasten und spüre einen Rhythmus der treibt und treibt und fast atemlos wird.
Ich stoppe bei „perfekten Bruch“ und versuche nun mir selbst meine Einschnitte zu suchen, die Doppelbezüge einzelner Worte nach rechts wie links zu begreifen und das dichte Flechtwerk des Textes ein wenig zu lichten.
Ich finde ein ICH in einem „wilden Kopfgespräch“ mit einem DU. Manchmal scheint es das DU im LI zu sein, manchmal spüre ich es als reales Gegenüber. Es bleibt in der Schwebe. LI inszeniert eine Szene, in dem es ins „ironische?“ Höflichkeits-Sie übergeht. Meint es da ein Außen, oder sich selbst? (Letzteres fände ich interessant, bin aber nicht sicher.)
Das LI versucht hier etwas zu klären, nimmt auch sein „Bezichtigen“ in den Blick, will verdeckende Mäntel abwerfen. So lese ich erst einmal.

Zitat:
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Das Lesen und sich zurechtfinden ist etwas mühsam, was Lyrik ja durchaus sein darf, Lyrik darf mit Recht denkende Leser erwarten und Ansprüche setzten, aber auf diese Länge setze ich da mal ein kleines Fragezeichen. Mich entlässt der Text nur selten in ein direktes Erfassen. In seinen Vernetzungen stößt er mich unentwegt in ein Enträtseln, ein neu Zuordnen.  Ein Langgedicht lebt nicht unbedingt von der Verdichtung. Erzählende Passagen zum Atem holen sind durchaus angebracht.

Was ich deutlich erkenne ist einen Autor oder eine Autorin mit großer Schreiberfahrung und mit  einem geübten Umgang der lyrischen Stilmittel und mit einer durchaus eigenen „Sageweise“.

Die inhaltliche Dichte verlangt eine intensive Auseinandersetzung. Vielleicht komme ich nach dem Wettbewerb noch dazu.  Wage zur Zeit keine näheren Aussagen zum Inhalt. Mache mal eine Sprung ans Ende:

Zitat:
Alles

läuft auf die Enttäuschung über einen
illokutionären Akt hinaus

Das hab ich nun davon: ein totes Du.


Diese atemlose Auseinandersetzung mit dem DU / dem eigenen DU, führen zu einem „toten Du“.  Und im Ton spüre ich hier einen „Selbstvorwurf des LI“.

Zitat:
Halden trocknen an der Oberfläche schnell, im
Abraum gärt es lange; ob für neue, kurze
Laute, Zyklen von Erscheinung und Vergehen
Zeit bleibt? Wer auch wieder ruft – Du sicher nicht.


Es ist das Schreibende ICH, das seinen Schreibgrund betritt, in ihm „Verschüttetes“ aufrüttelt und auswirft und sich dort mit sich auseinander setzt? Vielleicht! Es könnte Neues daraus entstehen.

Ich werde hier bestimmt noch einmal auf die Suche gehen. Stelle zum Schluss die Frage:
Ist diese verdichtete Schreibweise eine geschickte Entscheidung für ein Langgedicht?

Freue mich auf die anderen Kommentare und auch auf die ggf. Einlassungen des Autors. Für den Wettbewerb halte ich die Daumen. Aranka


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"Wie dahingelangen, Alltägliches zu schreiben, so unauffällig, dass es gereiht aussieht und doch als Ganzes leuchtet?" (Peter Handke)

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albaa
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BeitragVerfasst am: 26/02/2017 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Sorry, ich bin mit dem Kommentieren nicht fertig geworden bzw. nicht damit zufrieden gewesen. Mit dem Bepunkten bin ich teilweise auch nicht ganz glücklich (nur bei meinem Favoriten bin ich ganz sicher, schon bei Platz zwei und drei hab ich mehr oder weniger zwischen zwei Texten gewürfelt, die mir beide eigentlich gleich gut gefielen). Vielleicht liegt meine Unsicherheit auch daran, dass ich mich bei dieser Langdings-Schwurbel-Form auch nicht wirklich wohl fühle - weder als Schreiber (ich habs einfach einmal versucht) noch als Leser (beim überwiegenden Teil der Beiträge zumindest). Als Teilnehmer muss ich aber wohl auch Punkte vergeben. Ich habe mich wirklich bemüht und immer wieder gelesen. Also tut mir leid, falls sich jemand ungerecht bepunktet fühlt.

Lieben Gruß
albaa
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gold
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Beiträge: 4701
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BeitragVerfasst am: 26/02/2017 20:14    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Lorraine,

hatte heute früh begonnen, einen detaillierten Kommentar zu deinem Text zu schreiben, weil ich dein Gedicht äußerst interessant finde. Aber leider hat die Zeit nicht gereicht. Ich hätte dann bei den anderen Texten genauso verfahren müssen- der Gerechtigkeit halber.

Es hat mir jedenfalls Spaß gemacht, mich damit auseinanderzusetzen.

LG gold
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Lorraine
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BeitragVerfasst am: 26/02/2017 21:40    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Guten Abend smile

Über Punkte freut sich ein Text natürlich, über Rückmeldungen aber noch viel mehr!

traumLos hat Folgendes geschrieben:
Dieser Text sperrt sich zunächst, weist den Leser ab und lockt ihn doch und dann beginnt er sich zu öffnen und in seine Tiefe hineinzuziehen.

Dankeschön, das stellt für mich einen äusserst positiven Kommentar dar.

Gedauso wie dies hier:
zinna hat Folgendes geschrieben:
Dein Langgedicht hat Drive, nimmt einen mit.

Danke!

Angesichts der Möglichkeiten einer Formatierung kann ich das natürlich nachvollziehen:
V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Eine formelle Umsetzung der Magmastruktur kann ich nur schwer entdecken.

Es ging mir darum, ein Langgedicht zu schreiben, das Formen der Sprache selbst anzuvertrauen - dass ich damit unter den gegebenen Voraussetzungen an Grenzen stosse, war mir eigentlich klar smile

V.K.B. hat Folgendes geschrieben:
Trotzdem hat der Text irgendwie was, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was. Aber – trotz reichlicher Bemühung – richtig warm werde ich damit nicht.

Ich weiss die Bemühung zu schätzen und dein Kommentar zeigt mir, dass der Text etwas von dem kann, was ich ihm beizubringen versucht habe. Dankeschön.
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Lorraine
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Pokapro 2016


BeitragVerfasst am: 26/02/2017 22:22    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mancher fragt sich, was "man" da überhaupt liest. In solchen Fällen helfe ich mir damit, dass ich den Text frage smile
BlueNote hat Folgendes geschrieben:
Für mich gilt: Viel Text (sehr viel Text), aber wenig Klarheit. Man liest und liest und fragt sich, was man da überhaupt liest. Satzfragmente wie trockener Sand, der keine Strukturen Bilden will und das auf drei langen Bildschirmseiten.

Tja, äh, das tut mir nicht wirklich leid (für dich). Auch, weil ich das anders sehe  - oder deiner Bild-Sprache nicht ganz folgen kann Laughing Texte finden (manchmal) ihre Leser. Oder umgekehrt. Danke auch dir.

dürüm hat Folgendes geschrieben:
Du bedienst Dich einer Unzahl an Stilmittel und einer ungeheuer differenzierten Sprache, die neugierig auf mehr macht.

Leider erkenne ich in der Formatierung keinen so deutlichen Zusammenhang mit Magma (Zeitmangel? oder technische Probleme? oder keinen Spaß an optischen Tricks?)


Ersteres nehme ich als Kompliment smile. Zur Formatierung: Ich habe weitgehend darauf verzichtet, habe die Vorgaben (trotz Bubble) auch nicht dahingehend interpretiert, dass ich mein Magma durch Farbcodierung erklären oder Plutone fett hervorheben müsste - ich denke aber schon, dass das irgendwie erwartet und somit hier als Mangel ausgelegt wurde - kein Problem smile und: Danke.


Was folgt, freut mich ganz besonders:

Heidi hat Folgendes geschrieben:
Hier befinde ich mich außerhalb von Zeit und Raum, außerhalb von Ordnung und Struktur. Das geschriebene Wort ist mehr Magma, als die Formatierung. Es fühlt sich dickflüssig an, zäh, ich kämpfe mich durch – Wort für Wort lässt mich stocken und weitermachen, der Fluss ist vorhanden, weil es flüssig geschrieben ist, aber eben dickflüssig und das finde ich, ist doch ein Kunstgriff, die Struktur der Formatierung ist überflüssig, wäre wohl zu viel gewesen, wenn du ausgefallener damit umgegangen wärst, hätte mich eventuell gänzlich stocken lassen, oder vielleicht doch nicht?

... und beantwortet zumindest teilweise die Fragen nach "fehlender" Formatierung.

Heidi hat Folgendes geschrieben:
Auf alle Fälle finde ich die Sprache in diesem Gedicht schön. Sie klingt, sie fordert mich (heraus), den Inhalt nicht mit meinen Gedanken zu zerstören, sondern ihn auf mich wirken zu lassen, ihn zu empfinden - das mag ich.

Herzlichen Dank.
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Lorraine
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BeitragVerfasst am: 28/02/2017 19:56    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Terhoven hat Folgendes geschrieben:
Das ist einer meiner Lieblinge, schon der Titel lässt mich nicht los, ich denke, das ist doch ein Rätsel, das ich lösen kann, ich krieg es aber nur halb hin. Ganz groß. Genauso muss ein Ohrwurm sein.

smile Es ist kein Geheimnis, wie der Titel zustande kam.
"Heitungkeiten gernumter Lichunation" Diese drei Wörter bestehen allesamt aus Prä- oder Suffixen bzw. Morphemen, die ich als klanglich und grammatisch "funktionierende" Bausteine wollte. Gleichzeitig sollten sie ermöglichen, zu existierenden Wörtern Assoziationsmöglichkeiten in Gang zu bringen und somit die Weite (oder Länge) und das "Magmatische" des Gedichts einzuleiten: heit-ung-keit-en  g/e/rn-um-te-r  lich-un-ation

Terhoven hat Folgendes geschrieben:
Der Text wirkt wie ein großer Gedankenstrom, der sich ständig neue Wege bricht, fast überall bleib ich hängen und werde mitgerissen -- magmatisch ganz toll umgesetzt.
Meine Lieblingsstellen:

Würden Sie sich bitte gestern melden -- ganz große Klasse
ich trug dich Knüll ein Ding aus Linien -- ich würde nie auf die Idee kommen, Wörter derart zu kombinieren, aber so, wie sie dastehen, wirken sie völlig richtig auf mich, als ob das genau so sein muss, das ist echt faszinierend.

Danke für deine Einschätzung, hat mich sehr gefreut.
LG
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Lorraine
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BeitragVerfasst am: 28/02/2017 20:01    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

firstoffertio hat Folgendes geschrieben:
Ich werde nicht genug Zeit haben, mich eingehend mit den Texten dieses Wettbewerbs auseinanderzusetzen.

Deswegen beschränke ich mich darauf, wie ich auf Geschildertes reagiere, und auf Relation von Inhalt und Formatierung.

Dieser Text kommt ohne letztere aus. Magmatisch ist er auf semantischer und inhaltlicher Ebene, und wie!

Ich brauche für ihn mehr Zeit.


Hallo Du!
Mich freut das besonders, dass du dem Gedicht das Magmatische bescheinigst, das ist mir viel wert. Schon bald gibt es wieder Löwenzahn und Pusteblumen! Ganz liebe Grüsse von hier nach Irland.
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Lorraine
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BeitragVerfasst am: 28/02/2017 20:14    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Hallo ...
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Der Inhalt für mich: ein LI kommt nicht klar mit dem oberflächlichen, seichten und unreflektierten Worten/Denke seiner Umgebung, als wüssste LI, was das Problem der anderen ist ??

... verschließt sich mehr und mehr in sich selbst ... bis hin zum quasi kommunikativen ICH-Tod
Zu dieser Teil-Betrachtung, deiner persönlichen Interpretation des Inhalts, kann ich nicht viel sagen, ausser: Mir ist nicht klar geworden, welcher Methoden du dich (szs als Text-Pathologe) bedienst.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Liegt mir diese LI einweg_Sicht [ ich nenne es text_Pathologie ] doch sehr langgeatmet im Magen  / für die Pathologie mal dieses beispielende text_Zitat, S1 / Einstieg [ und etwas für mich inhaltlich lesbarer aufgeschlüsselt ] :

Hier gewinne ich etwas mehr Einsicht in die Methodik der Biopsie. Was für dich auf diese Weise »aufgeschlüsselt wird«, bedeutet eine Modifizierung, die (mir) nicht weiterhilft, aber teilweise erklärt, wie Interpretatorisches (oder eine Diagnose) zustandekommt.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
...  bleibt mMn der Text durchgängig in einem gleichen denk_Muster von Sequenz zu Sequenz fast auf der Stelle stehen, quasi in sich selbst auf_kopiert ... würde mMn diesem Text ein deutliches Eindampfen sehr gut tuen [ u.z. weit unter die untere WB-Wortgrenze von 300 Wörtern ].

Dieser Analyse stimme ich nicht zu.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Das LI’eske text_Resümee  _________________________ :

Alles

läuft auf die Enttäuschung über einen
illokutionären Akt hinaus
.......
         ein Wettersturz brach jäh die Reise
   ab, vom Blitz zerrissen, starb mein Du.
...............

Wer auch wieder ruft – Du sicher nicht.  _________________


ist mir eine intellektuelle Zusammenfassung des Davors, quasi eine Kopie der davor_Kopien des gleichen Inhalts, nun dezidiert laut; trägt LI seine Enttäuschung (wohl) sich selbst vor, klagt Weh, sieht sich quasi komplett vereinsamt in seiner Umgebung, und und ...

Hier, will mir scheinen, handelt es sich nicht um das Resümee eines LI, sondern um deins. Das Wort »Enttäuschung« führt offensichtlich direkt zur »Wehklage«, nur einem der vielen Attribute, die du dem Text verleihst, ihn auf eine Weise inhaltlich kolorierend, die mir (vor allem auf der Basis einer suggerierten »Text-Pathologie«) Unbehagen bereitet.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

Resümee:  verrät mMn dieser Text deutlich die Handschrift eines lyrisch malenden und bedenkenden ErzählersIn, will sich eine denk_Spur zeigen, die vielleicht einzig mir in ihrem breiten Fächer verschlossen bleibt Embarassed

Ja, dass dir vieles verschlossen bleibt, glaube ich schon – dass du der Einzige wärst, dem es so geht … nein, das ginge dann doch zu weit.

Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
zum Titel:  Jahresweite Heitungkeiten gernumter Lichunation

... leider erschließt sich mir dieses breite Wortespiel lautischer Versetzungen überhaupt nicht

---------------------------

... sind mir über den gesamten Text zuviele denk_Splitter da, teilweise eine willkürliche Zerbrechung von Sprache, der ich sinnig zu oft bis gar nicht mehr folgen kann und:

der mir persönlich zu linear, eingleisig verlaufende LI-Textweg, quasi : ich armes Individuum / Schreiber in der Welt der tumben Ohren und Toren.

Zum Titel habe ich weiter oben etwas geschrieben. »Willkür« im Zusammenhang mit »Zerbrechung von Sprache«? Nein, auch nicht »teilweise«.
Nochmals deutest du an: Wehklage. Darüber hinaus glaubst du, eine Arroganz bei LI feststellen zu können, attestierst dem LI, es fühle sich als »Schreiber in der Welt der tumben Ohren und Toren«. Netter Endreim. Ich glaube aber sagen zu können: Wäre dem so, könnte/müsste LI darauf verzichten, die »Welt« in der es schreibt, reflektieren zu wollen. Einerseits zuviele »denk_Splitter« - andererseits zu »linear«, der »LI-Textweg«, für mich sieht das nach einem Widerspruch aus, vielleicht passt das aber zu deiner Lesart.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Zudem müssten mMn die untertitelten Sequenzen [ die Titel für sich alleine erstmal vielversprechend ] tatsächlich auch diesen Titelgedanken als Kontextspur abhandeln, was hier mMn sehr ausbleibt und mMn aprior in dem allgemeinen Wehklage_duktus gleichen grund_Inhalts hängenbleibt;

Danke für das »vielversprechend«, für dich hält der Text offensichtlich nicht, was die »Untertitel« versprechen – ich kann dir ja schlecht empfehlen, nochmals hinzulesen, ich glaube dir einfach, dass die Diagnose für dich eindeutig ist.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
ebenso gelingen mir manche personale /objekte Zuordnungen wie du, er, es, wir, usw ... einzig nur vage spekulativ bis gar nicht.

Ja, das glaube ich dir. Bin mir der Problematik auch vollkommen bewusst.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Zum Vorgabenthema:  Magmastrukturen -und spuren.  Die reale Vorgabe  / der flüssige bis zähe Steinebrei im Erdverschluss ist permanent in innerer Bewegung, in verschiedenen Erdregionen in verschiedensten Konsistenzen vorkommend*  / bricht dieses Magma aus dem Verschluss heraus, fließt der Steinebrei als Lava in die (druckärmere, kältere) offene außen_Atmosphäre und erkaltet zu festem Stein  / verliert demnach seine innere Struktur, seine innere Bewegung; ist demnach etwas Sinn_anderes geworden.

Bis hierher * sehe ich das genauso. Alles Weitere halte ich für eine Interpretation der Vorgaben, die ich so nicht teile. »Magma« war für mich das Thema, nicht: »Lava«.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:

... fehlt mir persönlich in der SchwarzaufWeiß inneren text_Denke jene (für mich erkennbare) bedürfnissige LI-Reflektion, dass Kommunikation zumeist auf den Beinen zweier Partner basiert, somit es anteilig genauso an LI liegt, wenn z.B. eine Kommunikation nicht funktioniert. Wie ich es oben sagte, schmeißt mich die eingleisige und gleich_füllselnde LI_Sicht mehr und mehr aus dem Text heraus, verliert sich meine mit_denk_Lust mehr und mehr dem Text in eigener Erwartung zu folgen.

Seltsam, hier habe ich das Gefühl, der Text-Pathologe versucht, anhand von Textproben-Analysen daran, dem LI etwas mitzuteilen. Vielleicht auch dem Verfasser? Das kann ich nicht eindeutig festmachen, aber meine Übersetzung würde lauten: »Lehre dein LI, wie das mit der Kommunikation funktioniert, es hat es nötig. Es scheint zu glauben, es liege immer am anderen, wenn es nicht so klappt.« Ich richte das aus.
Stimmgabel hat Folgendes geschrieben:
Inko, klar, ist ja alles nur meine Sicht Wink


... habe mich gerne lyrisch mit dem Text auseinandergesetzt, Gruß Stimmgabel ...

Danke auch dir, vor allem für die Ausführlichkeit, in der du deine Sichtweise beschreibst. Es ist leider so, dass, obwohl mir vieles bekannt vorkommt, ich doch meistens Probleme habe, deinen Ausführungen zu folgen. Die Lesart kann ich, glaube ich, zwar nachvollziehen, werde aber den Eindruck nicht los, es verselbstständigte sich eine Sichtweise, die mehr mit dem zu tun hat, was jemand anstelle des vorliegenden Textes zu lesen wünschte, bzw. auch damit, wie schon einmal gelesene Struktur- oder Substanz-Mangelhaftigkeit wieder erkannt wurde und erneut zum Gegenstand einer Betrachtung gemacht werden sollte.
Ich will dem Text gar nicht absprechen, dass er etwas aufweist, was dich (erneut) zu dem Begriff »Pathologie« gebracht hat, ich kann eigentlich nur unterstellen (oder abschliessend auch: hoffen), dass dein Liebäugeln mit diesem Begriff beim Text bleibt und weniger übergriffig gemeint ist, als das, mit Verlaub, bei mir ankommt. Ein Kommentar ist ja am Ende so etwas wie ein Geschenk an einen Text, hier entdeckte ich für mich einen Strauss Schnittblumen.
Einen Gruß,
L.
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