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Solang Du bei mir bist


 
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Silvian
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 49
Beiträge: 371


BeitragVerfasst am: 08/06/2010 10:34    Titel: Solang Du bei mir bist eBook Antworten mit Zitat

Ich wollte bei dir sein, dürft’ ich nichts haben,
Was mir noch bliebe.
Solang Du bei mir bist, werd’ ich mich laben
An deiner Liebe.

Ich wollte bei dir sein, müsst’ ich drum betteln
In Einkaufsstraßen.
Ich würd’ mich hilflos ohne dich verzetteln,
Bloß Trübsal blasen.

Hätt’ ich dich nicht gefunden,
Entführt ins kalte Land,
Wer leckte meine Wunden,
Wer legte den Verband?

Ich wollte bei dir sein, sollt’ ich auch stehlen,
Ganz ohne Zweifel.
Ich nähme sogar die verwaisten Seelen,
Gäb’ sie dem Teufel.

Hätt’ ich dich nicht gefunden,
Hielt’ ich nicht deine Hand,
Mein Herz wär’ längst zerschunden,
Verloren der Verstand.

Ich wollte bei dir sein und müsst’ ich kriechen
Auf allen Vieren.
Könnt’ ich nicht bei dir sein, würd’ ich hinsiechen
Wie unter Tieren.

Ich wollte bei dir sein, dürft’ ich nichts haben,
Was mir noch bliebe.
Solang Du bei mir bist, werd’ ich mich laben
An deiner Liebe.

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dschingis
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 38
Beiträge: 155


BeitragVerfasst am: 10/06/2010 08:21    Titel: Antworten mit Zitat

Hey Silvian,

vom leisen Wollen und großem Bedarf, fast schon zu leise. Berührt. Mehr weiß ich nicht zu sagen. Verstanden.


Liebe Grüße,
Bianka


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Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.

Voltaire
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jim-knopf
Geschlecht:männlichDichter und Trinker

Alter: 22
Beiträge: 2974
Wohnort: Key West



Der Westwind singt seine eigenen Lieder
BeitragVerfasst am: 10/06/2010 15:21    Titel: Antworten mit Zitat

Guten Tag

tut mir leid, aber für mich gehört so ein Gedicht nicht in den Lyrikbereich. Das ist für mich weder vom Inhalt, noch von der Form ein guter Text.

der Text ist wirklich sehr sehr kitschig, bedient sich mehr irgendwelcher bekannter Phrasen, als dass er wirklich lyrisch wäre.

Zudem wirken meiner Meinung nach aufgrund des Reimzwangs manche der kürzeren Zeilen sehr unbeholfen und abgehakt.

Zitat:
Hätt’ ich dich nicht gefunden,
Hielt’ ich nicht deine Hand,
Mein Herz wär’ längst zerschunden,
Verloren der Verstand.

Ich wollte bei dir sein und müsst’ ich kriechen
Auf allen Vieren.
Könnt’ ich nicht bei dir sein, würd’ ich hinsiechen
Wie unter Tieren.


So leids mir wirklich tut, aber für mich ist das keine Lyrik, sondern viel mehr was in die Richtung Poesiealbumspruch. Das hört sich unfreiwillig komisch an, wenn ich mir das laut vorlese.

Vermutlich hört sich das jetzt auch sehr hart und gemein an, aber es fällt mir schwer, es anders auszudrücken. Beleidigend wollte ich auf keinen Fall sein damit. Nichtsdestotrotz is dieser Text für mich in der Talentschmiede sehr viel besser aufgehoben.

gruß
Roman


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"Azur"? Ein Dichter schreibt "Blau"!

(Else Lasker-Schüler zu Carl Zuckmayer)
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Silvian
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 49
Beiträge: 371


BeitragVerfasst am: 10/06/2010 19:11    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Liebe Bianka,
ein einfaches Liebesgedicht. Schön, dass es dir gefällt.

Lieber Roman,
Du hast deine respektable Art Gedichte zu schreiben, ich meine. Der Text mag kitschig sein, na und? Außer mir würden sich nicht viele trauen, so ein Gedicht hier zu posten. "Abgehakt" (sicher meintest Du: abgehackt) sollte es sich schon deswegen nicht anhören, weil die Metrik durchgehend (in zwei unterschiedlich aufgebauten Strophentypen) stimmt.


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Silvian
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jim-knopf
Geschlecht:männlichDichter und Trinker

Alter: 22
Beiträge: 2974
Wohnort: Key West



Der Westwind singt seine eigenen Lieder
BeitragVerfasst am: 10/06/2010 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Der Text mag kitschig sein, na und?


Das is wie wenn du für eine Menge Leute versalzenes Essen kochst und dann auf ihre Kritik mit "Das Essen mag versalzen sein, na und?" reagierst.

Außerdem is ein stimmig Metrum noch lange kein Indiz für einen stimmigen Rythmus oder gar ein funktionierendes Gedicht.

Aber mir solls recht sein. Vll sollt ich mich bei sowas auch immer raushalten.

Gruß
Roman


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Silvian
Geschlecht:männlichHobbyautor

Alter: 49
Beiträge: 371


BeitragVerfasst am: 11/06/2010 11:03    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Die Suppe ist nicht versalzen, sie enthält nur eine spezielle Gewürzmischung, die deine Geschmacksnerven offensichtlich nicht anspricht.

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Silvian
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MosesBob
Gehirn²

Administrator
Alter: 30
Beiträge: 13556




BeitragVerfasst am: 11/06/2010 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvian!

Silvian hat Folgendes geschrieben:
Die Suppe ist nicht versalzen, sie enthält nur eine spezielle Gewürzmischung, die deine Geschmacksnerven offensichtlich nicht anspricht.

Meine auch nicht. Ich muss mich hier leider Roman anschließen. Ich finde die Reime wenig ansprechend, den Rhythmus hakelig und die Worte fad und bisweilen sogar erzwungen und theatralisch aufgrund der Reime. Dass es, wie du sagst, außer dir nicht viele gibt, die sich trauen, ein solches Gedicht zu posten, relativierst du eigentlich selbst mit deinem oben genannten Zitat. Ich würde sagen, es gibt zuhauf Leute, die solche Gedichte schreiben. Nur trifft ihre Gewürzmischung dann deine Geschmacksnerven offensichtlich nicht.

Ich kritisiere hiermit lediglich das Gedicht. Ich bin mir sicher, dass sich jemand im persönlichen Kreis sehr über deinen Text freuen kann. Meinen Ansprüchen von Geschmack und Lyrik genügt er aber leider nicht, so leid es mir tut. Ich hätte dir gern ein anderes Feedback gegeben.

Beste Grüße,

Martin


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prophet
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Beiträge: 267
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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
möchte hier mal was klarstellen. Die moderne Lyrik ist nicht das nec plus ultra. Die Epochen der Dichtkunst sind mannigfaltig, Gott sei Dank.
Wenn man aber die Suppen- Rezepte dieser Epochen nicht kennt, mag einem eine Suppe versalzen vorkommen. Solches als Kitsch fürs Poesiealbum abzutun, zeugt von Unkenntnis.
Nicht jede Suppe muss einem schmecken. Wer klassische Musik nicht mag, lieber Techno hört, in Ordnung. Wer Latein nicht mag, eine tote gestrige Sprache, in Ordnung. Usw. usw.
Bevor man aber ein Urteil über die Dichtkunst vergangener Tage abgibt, sollte man die Maßstäbe und Kriterien kennen, die damals galten. Alles andere ist unprofessionell.
Dieses Gedicht ist ein solches, aus einer jahrzehntealten Epoche. Es ist handwerklich in Ordnung und entspricht den damaligen Maßstäben. Es muss einem nicht gefallen, wird wohl nur den ewig Gestrigen gefallen, wie mir.

lg Hans-J.
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Silvian
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Beiträge: 371


BeitragVerfasst am: 11/06/2010 11:50    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Lieber Martin,

das hatten wir ja schon mal, dass Du mir die Lyrik absprechen wolltest (an anderer Stelle hab ich mal gelesen, dass Du nach eigener Aussage keine Ahnung von Lyrik hast).

Ich stehe zu dieser einfachen Form der Lyrik. Der Text ist niemandem in meinem persönlichen Umfeld gewidmet. Falls Du meinst, er sei deswegen so naiv - nein, ist er nicht.


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Silvian
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MosesBob
Gehirn²

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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 11:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvian!

Ich möchte dir deine Lyrik nicht absprechen, und als naiv habe ich sie gar nicht bezeichnet. Damals ging es um Liedtexte, und zu Liedtexten habe ich halt die Meinung, das sie hier nicht hergehören. Der aktuelle Text jedoch ist etwas anderes. Wie gesagt, ich hätte dir gerne ein potitives Feedback gegeben, aber das war in dieser Form einfach nicht drin.

Beste Grüße,

Martin


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Scheinheilige
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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 12:12    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo prophet,

Sorry, aber so einfach ist das nicht. Wenn ich Gedichte "von damals" lese, bin ich teilweise wirklich gerührt. Ich weiss das "alte Zeug" durchaus zu schätzen – auch, wenn ich niemals selbst so schreiben würde. Ich gebe zu, keine Freundin von Reimen zu sein. Aber wenn es gut gemacht ist, honoriere ich es gerne. Leider überzeugt mich dieser Text hier überhaupt nicht. Das hat zunächst nichts mit der Form zu tun. Ich finde den Inhalt einfach nicht innovativ. Die alten Meister haben das viel, viel besser hingekriegt. Mit der Verteufelung von klassischen Gedichten hat es also erst recht nichts zu tun. (Wer das Roman unterstellen will, der ist eh an der falschen Adresse.)


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prophet
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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 12:36    Titel: Antworten mit Zitat

Hi, Scheinheilige,

wer aus meinem Statement eine Unterstellung heraus gelesen hat, wird wohl nicht richtig gelesen haben.
Hier geht es auch nicht darum, das Niveau eines Rilke oder Eichendorff zu erreichen. Der Text muss Dich auch nicht überzeugen. Es geht hier um die Klassifizierung als Kitsch fürs Poesiealbum. Und die ist definitiv daneben.
Dann gehörten eine Vielzahl von Gedichten der Romantik oder des Expressionismus in diese Schublade, denn der schwülstige Pathos gehörte damals zum Handwerkszeug.

lg p.
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Silvian
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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 12:51    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Der Text ist nach meiner Meinung weder gestrig, noch altertümlich (ich verwende ja die heutige Sprache), natürlich schon gar nicht innovativ (das wäre auch nicht meine Absicht gewesen). Gedacht ist er als einfaches, zärtliches Liebesgedicht. Man kann es auch singen (fünf Strophen mit zwei Zwischenstücken). Der Rhythmus ist keineswegs hakelig, sonst taugte es nicht als Lied.

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Silvian
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prophet
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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 12:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Silvian,

ich mach jetzt kein neues Fass mehr auf. Habe meine Meinung dargelegt. Der prophet schweigt jetzt.

lg
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MosesBob
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Beiträge: 13556




BeitragVerfasst am: 11/06/2010 13:12    Titel: Antworten mit Zitat

Silvian hat Folgendes geschrieben:
Der Text ist nach meiner Meinung weder gestrig, noch altertümlich (ich verwende ja die heutige Sprache), natürlich schon gar nicht innovativ (das wäre auch nicht meine Absicht gewesen). Gedacht ist er als einfaches, zärtliches Liebesgedicht. Man kann es auch singen (fünf Strophen mit zwei Zwischenstücken). Der Rhythmus ist keineswegs hakelig, sonst taugte es nicht als Lied.

Singen kann man eigentlich alles, sogar richtig gut singen, selbst wenn der Rhythmus nicht stimmt. Der Musik sind da keine Grenzen gesetzt. Gleichwohl: Unterm Strich steht, dass es Leuten gefällt, während andere nichts damit anfangen können. Ich denke, dass man negative Resonanz genauso gut akzeptieren kann wie auch gute Resonanz. Man muss ja nicht alles zerreden, rechtfertigen und erklären. Wäre ja stinkelangweilig, wenn nur die die Klappe aufreißen würden, die's gut finden. smile

Schönen Start ins WM-Wochenende,

Martin


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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 13:17    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Zitat:
Schönen Start ins WM-Wochenende


Lieber Martin,

auf der Ebene werden wir uns sofort einig.

Natürlich akzeptiere ich die Kritik. Ich kämpfe aber gern für mein Lyrikverständnis. (Das ja übrigens ziemlich weitläufig ist, siehe viele andere Texte hier aus meiner Feder).


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Silvian
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Scheinheilige
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Beiträge: 1405



BeitragVerfasst am: 11/06/2010 13:21    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu prophet,

prophet hat Folgendes geschrieben:
wer aus meinem Statement eine Unterstellung heraus gelesen hat, wird wohl nicht richtig gelesen haben.

prophet hat Folgendes geschrieben:
Bevor man aber ein Urteil über die Dichtkunst vergangener Tage abgibt, sollte man die Maßstäbe und Kriterien kennen, die damals galten. Alles andere ist unprofessionell.

Ich habe das als starke Unterstellung gelesen. Wenn es nicht so gemeint war, okay. Will mich nicht streiten :)


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jim-knopf
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Der Westwind singt seine eigenen Lieder
BeitragVerfasst am: 11/06/2010 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Bevor man aber ein Urteil über die Dichtkunst vergangener Tage abgibt, sollte man die Maßstäbe und Kriterien kennen, die damals galten. Alles andere ist unprofessionell.


Glaub mir, ich studier das ganze seit ein paar Jahren. Ich gestehe mir zu, die Maßstäbe und Kriterien anderer Epochen zu kennen.

smile

Trotzdem bin ich der Meinung, dass diese Maßstäbe anderer Epochen nicht auf unsere Zeit anwendbar sind und deshalb ein solches Gedicht nicht funktioniert (was nur meine Meinung und daher nicht entgültig ist)
Allerdings bin ich zweitensder Meinung, dass ein solches gedicht auch in der zugedachten Epoche nicht funktioniert hätte, weil es mehr den Pathos dieser Epoche wiederbeleben will, als dass es viel mit der Dichtkunst dieser Epoche zu tun hätte.
Das Gedicht ist für mich ein Versuch irgendwelchen alten Meister nachzuahmen. In der Sprache mag es vielleicht den alten Meistern ähnlich sein. Aber im Gegensatz zu den Gedichten aus den zugedachten Epochen, die wir aufgrund ihrer großartigkeit noch heute lesen und die daher zeitlos sind, ist dieses Gedicht für mich ein Gestriges und man hätte ihm (meiner Meinung nach) auch damals keine Beachtung geschenkt.

Ich will nur ehrlich sein. Aber sosehr dieser Text die Sprache einer vergangenen Epoche heraufbeschwört und so sehr es auf den ersten Blick mit dieser Epoche in einer Linie geht, für mich hat es mit den Texten aus dieser Zeit nichts gemeinsam.
Und genau dieses vermeindliche Heraufbeschwören "alter romantischer" Lyrik lässt mich zu dem Begriff zu Poesialbumspruch kommen.
Zitat:

Dieses Gedicht ist ein solches, aus einer jahrzehntealten Epoche. Es ist handwerklich in Ordnung und entspricht den damaligen Maßstäben.


Daher würde ich genau diesem hier wiedersprechen.
Gruß
Roman


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Silvian
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BeitragVerfasst am: 11/06/2010 20:36    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Lasst mich endlich mit den alten Meistern in Ruhe. Wie kommt ihr auf diesen Blödsinn, bloß weil der Text gereimt ist? Wo soll hier die alte Sprache sein, ich kann sie nicht entdecken? Es ist mein Gedicht, in meiner Sprache, und ich will damit niemanden nachahmen. Ich erwarte nicht, damit alle zu begeistern, aber bleibt bitte auf dem Teppich.

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Der Westwind singt seine eigenen Lieder
BeitragVerfasst am: 11/06/2010 23:42    Titel: Antworten mit Zitat

alles klar
das nächste mal, wenn irgendwem mein text nicht gefällt, dann behaupte ich auch, das liege nicht am text, sondern am leser.
sehr vernünftig. wer so eine anschauung an den tag legt, dessen texte werde ich dann wohl in zukunft nicht mehr lesen.
gruß
roman


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Silvian
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BeitragVerfasst am: 12/06/2010 09:48    Titel: eBook Antworten mit Zitat

Häh? Was soll das jetzt? Ich habe mich lediglich dagegen gewehrt, dass das Gedicht in die Schublade "gestrig" gelegt wird. Meine Frage war: Wo ist in dem Gedicht die alte Sprache?

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Silvian
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jim-knopf
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Der Westwind singt seine eigenen Lieder
BeitragVerfasst am: 12/06/2010 10:35    Titel: Antworten mit Zitat

Der Vollständigkeit halber:

Zitat:
Solang Du bei mir bist, werd’ ich mich laben
An deiner Liebe.


Zitat:
Mein Herz wär’ längst zerschunden


Zitat:
Könnt’ ich nicht bei dir sein, würd’ ich hinsiechen


Zitat:
Ich nähme sogar die verwaisten Seelen,
Gäb’ sie dem Teufel.


usw.

Das sind für mich langweilige, konstruierte und tausend mal verwendetete Formulierungen, die eine vermeindlich "klassische-romantische" Stimmung erzeugen. Das diese Stimmung für mich aber nur "vermeindlich" bleibt, habt ich oben bereits dargelegt.

Gruß
Roman


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