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Multi-Kulti-Protas

 
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Mika
Geschlecht:männlichSchachtelkönig

Alter: 35
Beiträge: 975
Wohnort: NRW


BeitragVerfasst am: 23/10/2017 14:50    Titel: Multi-Kulti-Protas eBook pdf-Datei Antworten mit Zitat

Mich beschäftigt grade etwas, während ich an meiner Überarbeitung sitze, und ich wüsste mal gerne, wie ihr das so sehen würdet:

Ich habe - im Zuge des Lektorats nach einer entsprechenden Diskussion mit der Lektorin - in meinem Manuskript meinen sechs Haupt-Protas Nationalitäten verpasst. Das war notwendig, um die jeweiligen Hintergründe einfach tiefer zu gestalten und die Welt etwas greifbarer zu machen; ich musste im ersten Moment etwas schlucken, mittlerweile find ich's top.

Nachdem die Story zuvor also eher so im undefinierten Nichts stattfand, haben wir jetzt ein reales Setting und einen Ort, den ich quasi beinahe mit Koordinaten bei GoogleEarth bestimmen kann. So weit, so gut.

Da meine Protas nun aus verschiedenen Teilen der Welt kommen (müssen) und ich ja jetzt nicht in allen Sprachen schreiben kann, während ein Dolmetscher nebenher rennt, gilt da gemeinhin normales englisch als Amtssprache - das hab ich glaube anfangs irgendwo in einem Nebensatz erwähnt. (Aufgrund der Spezialausbildung und dem diesbezüglichen Background kann man ohnehin davon ausgehen, dass alle Protas sich so wunderbar verständigen können.) Ich glaube kaum, dass jetzt ein Leser mitten im Buch/in der spannendsten Stelle aufschaut und denkt: "Komisch eigentlich, verstehen die sich überhaupt?" - aber irgendwie werd ich grade unsicher.

Das "Problem" geht jetzt mit einem auftauchenden Antagonisten (der jetzt eigentlich streng genommen eher Norweger wäre) noch etwas tiefer, aber ich will euch jetzt weniger mit Details verwirren, als einfach mal direkt kurz fragen:

Würdet ihr bei einem Buch an sowas überhaupt irgendeinen Gedanken verschwenden? Oder reicht es, wenn man anfangs erwähnt, dass sie halt eine gemeinsame Sprache sprechen - und passt schon?


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- Neil Gaiman
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RememberDecember59
Geschlecht:weiblichSchreiberassi

Alter: 29
Beiträge: 74
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Wohnort: USA


BeitragVerfasst am: 23/10/2017 15:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ein gutes Thema, das interessiert mich auch! Very Happy
Ich habe im Grunde das gleiche Problem bei einem meiner Manuskripte. Es ruht gerade, weil ich mit dem Lektorat eines anderen beschäftigt bin, aber in ein paar Wochen geht's weiter. Bei mir kommen ebenfalls Charaktere aus aller Herren Länder zusammen und ich habe das bis jetzt so gelöst wie du. Also ich habe am Anfang geschrieben, dass die Gespräche auf Englisch stattfinden. Außerdem habe ich im Laufe der Geschichte immer mal wieder angedeutet oder erwähnt, dass die Konversation an manchen Stellen holprig ist, dass jemand einen starken Akzent hat, usw. So dass eben klar ist, dass die Leute sich zwar untereinander verstehen, sie aber nicht alle die gleiche Muttersprache haben.

Aber wie du siehst, auch ich verschwende Gedanken an sowas. Embarassed
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Lilly_Winter
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 36
Beiträge: 263
Wohnort: Dortmund


BeitragVerfasst am: 23/10/2017 15:56    Titel: Antworten mit Zitat

Unterschiedliche Nationalitäten sind nicht ungewöhnlich.
Beispiel: Fremdenlegion
http://www.lalegion.de/joomla/index.php/rekrutierung
Interessant der Teil mit der Kommandosprache.
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Gerling
Geschlecht:männlichDichter und Denker

Alter: 52
Beiträge: 1604
Wohnort: Braunschweig


BeitragVerfasst am: 23/10/2017 16:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Mika,

natürlich muss sich der Autor da Gedanken machen. Ein aufmerksamer Leser (und davon gibt es mehr, als man glauben will) bemerkt es durchaus, wenn plötzlich ein deutscher Polizist mit einem spanischen Kollegen spricht und nirgends erwähnt wurde, dass entweder der Deutsche spanisch spricht, oder die Spanier deutsch. Oder aber beide sich auf Englisch verständigen.
Das muss nun nicht seitenlang erklärt werden.
Ein Nebensatz genügt.


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Mika
Geschlecht:männlichSchachtelkönig

Alter: 35
Beiträge: 975
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 16:52    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@RememberDecember

Ja, das mit dem Akzent hab ich auch bereits überlegt, evtl bau ich das am Anfang noch irgendwo ein.
Ich hab jetzt derzeit einen Russen, einen Deutschen, einen Iren, einen Puerto Ricaner, einen Tschechen und eine Japanerin. ;D Und im Grunde ist es wirklich schnurzpiepegal für die Story, aber es hat irgendwie schon Spaß gemacht, die Protas nach Herkunftsland auf dem Globus zu verteilen. War nur strange. ich kenn sie schon so lange... 20 Jahre bestimmt... an bestimmte Sachen musste ich mich erst gewöhnen.
Aber da diese Dinge auch bloß eine extrem untergeordnete Rolle am Rande spielen und eigentlich nur dazu dienen, das Setting realer zu machen, muss ich das gar nicht sooooo sehr ausführen. Aber so für mich bau ich das noch immer etwas aus, wer weiß wozu ich das noch brauche. wink

Hab vorhin meine Lektorin da nochmal drauf angesprochen und sie hats quasi glücklicherweise direkt abgewunken und meinte, das wäre wirklich nicht wichtig, jetzt extra noch zu erwähnen, welche Sprache der "Bösewicht" spricht. Das interessiert in dem Moment auch wohl wirklich niemanden, hoffe ich. ^^

@Lilly Winter

Wow, der Link ist cool - Danke!
Den kann ich grad in ganz anderer Hinsicht gut gebrauchen, interessante Sache! Und ich amüsier mich grade, dass festgelegt ist, wie viele Zähne einem fehlen dürfen, wenn man sich bei der Fremdenlegion bewirbt. Laughing Herrlich. Zu blöd, ich fall durch's Raster, fürchte ich. Nicht wegen der Zähne, die hab ich noch - aber mein BMI ist zu niedrig. Naja. Bleib ich beim Schreiben, auch gut. Laughing


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Mika
Geschlecht:männlichSchachtelkönig

Alter: 35
Beiträge: 975
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 17:04    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Gerling hat Folgendes geschrieben:
Hi Mika,

natürlich muss sich der Autor da Gedanken machen. Ein aufmerksamer Leser (und davon gibt es mehr, als man glauben will) bemerkt es durchaus, wenn plötzlich ein deutscher Polizist mit einem spanischen Kollegen spricht und nirgends erwähnt wurde, dass entweder der Deutsche spanisch spricht, oder die Spanier deutsch. Oder aber beide sich auf Englisch verständigen.
Das muss nun nicht seitenlang erklärt werden.
Ein Nebensatz genügt.


Gut, den Nebensatz am Anfang hab ich zum Glück.

Bei meinem "Kopfuniversum" geht's ja streng genommen um ne Art spezielle, internationale Polizeischule/Akademie (in Norwegen).
Bzw um einige Rektuten jener Schule, die eben aus verschiedenen Teilen der Welt kommen, um dort ihre Ausbildung zu machen. Im Buch selbst geht's aber dann um was völlig anderes (Einsatz jener Protas in einem "Horrorhaus", wo man unter anderem auf einen durchgeknallten Wissenschaftler trifft - da fiel mir jetzt nur vorhin auf, dass der ja wahrscheinlich eher kein Englisch spricht).
Dass die Protas sich untereinander verständigen können, hab ich anfangs bereits erklärt.
Frag mich nur grad noch, ob ich kurz erwähnen soll, dass sie ebenso auch norwegisch verstehen und sprechen. Oder ob das in dem Zusammenhang irgendwie komisch kommt, wenn es da um Leben und Tod geht, Drama and Destruction - und dann erwähne ich irgendwelche Sprachkenntnisse. Das will grade nicht so recht ins Setting passen. -_-


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Akiragirl
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 17:35    Titel: Antworten mit Zitat

Mika hat Folgendes geschrieben:

Gut, den Nebensatz am Anfang hab ich zum Glück.

Bei meinem "Kopfuniversum" geht's ja streng genommen um ne Art spezielle, internationale Polizeischule/Akademie (in Norwegen).
Bzw um einige Rektuten jener Schule, die eben aus verschiedenen Teilen der Welt kommen, um dort ihre Ausbildung zu machen. Im Buch selbst geht's aber dann um was völlig anderes (Einsatz jener Protas in einem "Horrorhaus", wo man unter anderem auf einen durchgeknallten Wissenschaftler trifft - da fiel mir jetzt nur vorhin auf, dass der ja wahrscheinlich eher kein Englisch spricht).
Dass die Protas sich untereinander verständigen können, hab ich anfangs bereits erklärt.
Frag mich nur grad noch, ob ich kurz erwähnen soll, dass sie ebenso auch norwegisch verstehen und sprechen. Oder ob das in dem Zusammenhang irgendwie komisch kommt, wenn es da um Leben und Tod geht, Drama and Destruction - und dann erwähne ich irgendwelche Sprachkenntnisse. Das will grade nicht so recht ins Setting passen. -_-

Hi Mika,
wenn das eh alles so Elite-Kämpfer sind kannst du da nicht irgendwo recht weit am Anfang so einen Satz bringen, dass sie alle mehrere Sprachen fließend sprechen - ihre Muttersprache, Englisch und norwegisch, weil dort eben die Schule angesiedelt ist? Ich würde das logisch finden, dass bei so einer Truppe nicht nur körperlich sondern auch geistig einiges gefordert wird. Ich glaube z.B. die meisten Astronauten sollten neben Englisch auch Russisch können, nur mal als Vergleich. Dann hättest du alle möglichen Unklarheiten direkt am Anfang abgefrühstück ^^


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Mika
Geschlecht:männlichSchachtelkönig

Alter: 35
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 17:43    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich denke, darauf wird es wahrscheinlich hinauslaufen - und wird wohl am einfachsten sein.

Tehehe, Elite-Kämpfer... Laughing Naja ok, sie arbeiten ja dran. *g* Sind ja noch jung und voller Potential. Rolling Eyes


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Mika,
wenn sie jetzt alle in Norwegen ihre Ausbildung machen (die ja auch etwas länger, also vermutlich ein paar Jahre dauern soll) und es um eine Eliteeinheit geht, könne eine der Einstellungsvoraussetzungen nicht auch erweiterte Grundkenntnisse (und Konversationsfähigkeit) in der norwegischen Sprache sein? Dann müssten sie alle schon bevor sie auf die Akademie kamen Sprachkenntnisse erworben haben (könnte man wie einen zusätzlichen NC behandeln, um den Ansturm gering zu halten) und du hättest etwaige Probleme gar nicht. Norwegisch soll auch nicht so schwierig sein, die größten Probleme hätte wohl Kaido (btw, ich hab sie aufgrund ihres Namens immer schon japanisch gesehen), aber zu ihr passt auch, sich da richtig reingekniet und gelernt zu haben.
Darüber, ob Wonder als Norweger Englisch spricht, brauchst du dir gar keine Sorgen zu machen (eher darum, wer seine wahrscheinlich auf Norwegisch verfassten Aufzeichnungen lesen kann, aber das Problem umgehst du auch, wenn du Norwegisch zum Pflichtfach machst), denn mit Englisch kann man sich in Norwegen ziemlich gut verständigen, die meisten Norweger sprechen jedenfalls viel besseres Englisch als der durchschnittliche Deutsche. Das gilt zwar jetzt nicht für jeden Waldschrat, aber Wonder muss ja (auch wenn es schwer vorstellbar ist) irgendwann mal tatsächlich ein Studium absolviert haben, von daher wird er auf jeden Fall Englisch können. Ich frage mich eher, welcher Norweger "Wonder" heißt. Oder ist das jetzt kurz für Olaf Wonderson? lol

BTW, mich würde jetzt wirklich mal interessieren, wer welche Nationalität abgekriegt hat. Oder soll ich raten?

Edit: Oh, ich sehe gerade Anne hatte in etwa die gleiche Idee und war nur etwas schneller im Tippen – ich musste zwischendrin noch 2 mal telefonieren.


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Der Möbiusstreifen ist der beste Beweis dafür, dass Komplexität die Projektion menschlicher Kleinheitsängste ist (Nis-Momme Stockmann)

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BlueNote
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Ei 4



BeitragVerfasst am: 23/10/2017 17:57    Titel: Antworten mit Zitat

Sind das dann alles super-intelligente Romanfiguren, die sich perfekt in Englisch ausdrücken können?

Wenn der Roman zu sehr in wörtlicher Rede verfasst ist und alle Wortbeiträge in etwas das gleiche sprachliche Niveau hätten (womöglich auch noch umgangssprachlichen Wendungen), sähe ich schon ein Problem bzgl. Glaubwürdigkeit.
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Mika
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 17:58    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

@Veith

/sign zu allem. smile Schätze, so werd ichs am Anfang noch irgendwo versteckt einbauen, dann stellt sich die Frage wohl wirklich nicht mehr. Außerdem find ich das tatsächlich sehr plausibel, immerhin geht's hier um eine spezielle Akademie, bei der definitiv nicht jeder mitmachen darf - da kann man schon mal eben ein gewisses Sprachtalent voraussetzen. wink

(Was den Namen Wonder angeht... der darf als durchgeknallte Amöbe einen Spleen für Fantasienamen entwickeln und in Wahrheit gerne anders heißen, möglicherweise komm ich in TG noch drauf zurück.)

Und jaaa, rate! ^^ Aber mach per PN!

@BN

Naja, es ist ein Horrorthriller mit dämonischen Mächten, Fabelwesen und so ziemlich sämtlichen abstrusen Dingen, die Spaß machen - ich glaube nicht, dass meine Zielgruppe sich an der Glaubwürdigkeit von wörtlicher Rede aufhängt. Laughing Das dürfte bei dem Genre wirklich zu vernachlässigen sein. Die große Literatur überlasse ich anderen.
Wenns meine Lektorin nicht gestört hat (was nicht der Fall war), dann soll's mir egal sein. Das mit den Nationalitäten war immerhin ihr Vorschlag, um es glaubwürdiger zu machen. wink


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V.K.B.
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Und jaaa, rate! ^^ Aber mach per PN!
Okay, kriegst gleich eine.

Zitat:
ich glaube nicht, dass meine Zielgruppe sich an der Glaubwürdigkeit von wörtlicher Rede aufhängt.
Doch, ich. Schon aus Prinzip Razz lol

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Mika
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 18:37    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Ich warte gebannt! *F5 hämmer*

Und ja, bei dir bin ich das gewohnt, du Querulant! Laughing Ich hab mich zum Glück eh schon davon verabschiedet, einen Weltbestseller zu schreiben, der absolut jeden umhaut - dann treffen mich die Kritiker später nicht ganz so hart.
Ansonsten schreib ich vorne einfach "Achtung, Fiktion!" rein, damit hätte ich auch eventuelle Uhren-Problematiken eingeschlossen.

Nein, Spaß beiseite: Ich versuch ja schon, das - im gewissen fiktiven Rahmen natürlich - so glaubwürdig wie möglich zu gestalten, deshalb frag ich hier ja. Ich denk mal, wenn ich zu Beginn einige erklärende Sätze einfüge, kann ich später diese Art von Fragen umgehen und sogar eigentlich ganz glaubhaft begründen, hoffe ich.


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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Naja, es ist ein Horrorthriller mit dämonischen Mächten, Fabelwesen und so ziemlich sämtlichen abstrusen Dingen, die Spaß machen -

Klingt gruselig!
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Mika
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 18:49    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Na hoffentlich. *Händereib* Twisted Evil

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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 22:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Mika,
ich hätte kein Problem, wenn auf die Sprache nicht näher eingegangen wird. Wenn ich mir einen James-Bond-Film vorstelle, wo ständig Untertitel erscheinen oder die Leute durcheinanderreden und ständig ein Übersetzer gebraucht wird ... Graus! Shocked

Das sind alles Dinge, die in bestimmten Genres einfach stillschweigend vorausgesetzt werden. Wenn wirklich mal auf Sprache und Sprachprobleme eingegangen wird, dann eher um eine gewisse exotische Würze hinzuzugeben. Zusätzlich, aber nicht als Basisvoraussetzung. Oder um den einen oder lustigen Moment zu konstruieren ...
Was sagt der Gote? Was sagt der Zenturio? Was sagt der Ägypter? Soll ich noch übersetzen?
Man kann es natürlich zum Teil der Dramaturgie machen, ähnlich wie vielleicht Fragen zur Unterkunft, zur Verpflegung oder Freizeitgestaltung, zum Beispiel am Anfang, wenn die Protas sich kennenlernen - und der Leser sie kennenlernt. Dann ist das geklärt.

Man kann ja grundsätzlich solche Fragen von zwei Seiten angehen:

1. Was könnten die Leser wollen oder evt. bemängeln? Eher die Regel (Grund für schlaflose Nächte).
2. Was will ICH für eine Geschichte erzählen, was ist MIR wichtig und beschäftigt mich? (Grund für kreative Nächte)

Im Idealfall hält man die Leser so in Atem, daß sie nur wissen wollen, wie es weitergeht, und sich nicht mehr um Nebenschauplätze kümmern. Smile
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Nina C
Geschlecht:weiblichSchreiberling

Alter: 30
Beiträge: 159
Wohnort: Nordrhein-Westfalen


BeitragVerfasst am: 23/10/2017 22:43    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe mir über so etwas auch schon Gedanken gemacht (sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben) und sehe es so:

Ob Englisch fließend gesprochen wird bzw. man bei allen Protagonisten annehmen kann, dass sie dazu imstande sind, käme fü rmich auf den Hintergrund an. Bei vielen höher gebildeten Fachkräften dürfte das der Fall sein. So sind mittlerweile eigentlich alle Masterstudiengänge in Deutschland (und nahezu allen anderen europäischen Ländern) vollständig auf Englisch, inklusive Masterarbeit. Bei internationalen Spezialisten sollte das also eigentlich kein Problem und für den Leser relativ selbstverständlich sein (wobei ich eine unauffällige Erwähnung auch nicht als störend empfände). Anders wäre es mit Menschen, deren beruflicher oder sonstiger Werdegang es weniger selbstverständlich erscheinen lässt (oder die einfach schlecht sind, so wie ich Very Happy ). Gerade in skandinavischen Ländern habe ich die Erfahrung gemacht, dass absolut jeder nahezu fließend Englisch zu sprechen scheint, auch an der Supermarktkasse. Umgekehrt ist es mir im SF-Bereich schon so gegangen, dass Asiaten, Russen oder Europäer mit schlechten Sprachkenntnissen oder  schwerem Akzent ausgestattet wurden, was ich sehr unrealistisch fand, in Anbetracht der extrem Auslese, die Astronauten (und Kosmonauten) über sich ergehen lassen müssen.

Liebe Grüße,

Nina


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Tape Dispenser
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Beiträge: 217



BeitragVerfasst am: 23/10/2017 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn die Geschichte in den USA angesiedelt wäre, würde es wohl keine Probleme geben, Warum eigentlich Norwegen? Wegen der Abgeschiedenheit? Die gäbe es in Alaska auch. Ich kenne den ersten Band natürlich nicht, das war aber meine Überlegung dazu.

Erwähnen würde ich es höchstens am Anfang und danach nie wieder. Irgendwie ist es klar, dass sie alle Englisch sprechen. Das sie hingegen alle  mehrsprachig sind (oder einige von ihnen), würde ich, nur weil da ein Norweger auftritt, nicht eigens einführen. Gerade in Skandinavien sprechen die Leute weitaus häufiger Englisch, als bei uns. Unter anderem liegt das auch daran, dass es sich bei vielen Filmen nicht lohnt für die (im Vergleich zum deutschen Sprachraum), eigens eine (teure) Synchronisation zu machen. So laufen meines Wissens nach dort viele Filme im englischen oder amerikanischen Originalton und es ist nicht ungewöhnlich, auf gut Englisch sprechende Skandinavier zu treffen.
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Tjana
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BeitragVerfasst am: 23/10/2017 23:13    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Mika,
ich sehe, Anne und Veith haben schon ähnliche Hinweise gegeben. Aber zur Beruhigung vielleicht trotzdem:
In meinem Roman war die Prota in Amerika und später kommen zwei Amerikaner nach Deutschland, um ihr zu helfen. Ich habe keine Silbe lang was über Sprachschwierigkeiten geschrieben. Mein Lektor ist zwar über die Frage gestolpert, ob man das Brennen von Brandy schon im Hals oder erst im Magen spüren kann, aber die von mir vorausgesetzte Kommunikationsmöglicheit hat er offenbar auch so angenommen.
Bei englisch ist das natürlich leichter. In deinem speziellen Szenario würde ich auch einen kleinen Satz am Anfang empfehlen, dass Norwegisch eines der Pflichtfächer in der Akademie ist, oder so. Aber, wie gesagt, Anne und Veith waren eh schneller.
Viel Erfolg beim Überarbeiten  Smile


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Mika
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BeitragVerfasst am: 24/10/2017 06:38    Titel: pdf-Datei Antworten mit Zitat

Vielen Dank an euch alle für eure Meinungen und Anregungen, das hilft mir grade sehr. smile

Nachdem da jetzt auch die Lektorin wenig Handlungsbedarf sieht und ich jetzt auch kein Problem erschaffen will, wo keins ist, werde ich einfach irgendwo am Anfang ein-zwei Sätze über die Ausbildung dort einbauen, die den Umstand halt erklären - und damit wirds wohl gut sein (und man kann sich einfach wieder auf die eigentliche Story konzentrieren).
Glaube auch nicht, dass ich da jetzt Unmögliches voraussetze. Eine damalige Freundin von mir hat in Holland studiert und konnte neben ihrer Muttersprache ebenfalls fließend englisch und nach sehr kurzer Zeit auch fließend niederländisch. Alles kein Hexenwerk.

Bin mir ziemlich sicher, dass den Leser (hoffentlich) zu dem Zeitpunkt ohnehin ganz andere Fragen umtreiben. ^^

@Tape Dispenser

USA wollte ich nicht. Ich geh bei sowas extrem intuitiv vor und das passte einfach so gar nicht. Erklären kann ich solche Entscheidungen rational meistens nicht, aber so wie es jetzt ist, fühlt es sich richtig für mich an.


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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 24/10/2017 10:55    Titel: Antworten mit Zitat

Es ist nicht einmal nötig, daß alle "fließend" sprechen. Manchmal laufen solche Unterhaltungen in internationalen Kreisen (oft ist man ja eher zufällig zusammengekommen) durchaus stammelnd und stockend ab (vor allem in einer Kneipe oder sonstwie lauter Umgebung) - und trotzdem: Wenn man hinterher darüber nachdenkt, erinnert man sich fast nur noch an die interessante und lebhafte Unterhaltung, an die Personen und die diskutierten Themen. Genauso würde man es im nachhinein auch schildern.
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Ruyi
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BeitragVerfasst am: 24/10/2017 12:35    Titel: Antworten mit Zitat

Willebroer hat Folgendes geschrieben:
Es ist nicht einmal nötig, daß alle "fließend" sprechen. Manchmal laufen solche Unterhaltungen in internationalen Kreisen (oft ist man ja eher zufällig zusammengekommen) durchaus stammelnd und stockend ab (vor allem in einer Kneipe oder sonstwie lauter Umgebung).

Und wenn sich eine Deutsche und eine Koreanerin auf gebrochenem Chinesisch über Beziehungsprobleme unterhalten, weil das die einzige gemeinsame Sprache ist, gibt einem der chinesische Barkeeper vor lauter Staunen vielleicht sogar einen aus Very Happy

Bei deinen top ausgebildeten Leuten, Mika, würde es mich auch nicht stören, wenn die keine Verständigungsprobleme haben. Wie sieht es mit kulturellen Unterschieden aus? (Die schlagen sich ja oft schon in Kleinigkeiten nieder.)

Als Anregung: In meinem internationalen Umfeld vergleichen wir oft Redewendungen in unseren verschiedenen Muttersprachen (so umgangssprachliches Zeug wird in Sprachkursen ja gern mal vernachlässigt und Akademiker drücken sich auch oft total hochgestochen aus, aber wenn man dann mal Sachen wie "einen hinter die Binde kippen" sagen will, steht man erst mal da). Es kann manchmal ganz witzig sein, solche Redewendungen aus der Muttersprache wortwörtlich in die gemeinsame Sprache zu übersetzen. Vielleicht haben ein, zwei Figuren ja so eine Angewohnheit, das mit bestimmten Sprüchen zu machen? Der Chinese könnte dann z.B. "jemandem einen Tintenfisch braten" statt "jemanden feuern" sagen oder der Niederländer "in sieben verschiedenen Farben kacken" statt (bin mir nicht mehr ganz sicher) "Angst haben, nervös sein(?)", wenn der Zusammenhang den Sinn zulässt.
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