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Die 7 Stufen einer Verlags-Annäherung (by Peter Waldbauer)

 
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Bananenfischin
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Goldene Feder Prosa Pokapro IV & Lezepo II
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BeitragVerfasst am: 12/09/2017 12:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter,

ja, die meine ich. Dort gibt es auch die Kategorien "Essay", "Sachtext" usw. Die Einordnung deines Textes ist nicht ganz einfach, finde ich. Es handelt sich um ein "Werk", allerdings wird dir kaum an Textarbeit gelegen sein. Andererseits behandeln wir in den von dir genannten Kategorien eher konkrete Fragestellungen, die dann diskutiert werden. Lässt man das außer Acht, passt er hier, wo er sich aktuell befindet, eigentlich durchaus hin, wenn man davon ausgeht, dass er aufzeigen soll, wie man einen Verlag nicht findet.


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"Der Unterschied zwischen dem fast richtigen und dem richtigen Wort ist ein großer. Es ist der Unterschied zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz." (Mark Twain)
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Peter Waldbauer
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BeitragVerfasst am: 13/09/2017 12:29    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Bananenfischin,

okay, dann lassen wir ihn hier. Den nächsten Artikel dieser Art (über den Schriftstellerberuf) vielleicht in die Rubrik SmallTalk im DSFo-Café?


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Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und fünf Bücher.
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Bananenfischin
Geschlecht:weiblichBestseller-Autor

Moderatorin

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BeitragVerfasst am: 13/09/2017 12:51    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Peter,

ich schreibe dir dazu noch eine PN, um den Thread nicht weiter zweckzuentfremden. smile


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"Der Unterschied zwischen dem fast richtigen und dem richtigen Wort ist ein großer. Es ist der Unterschied zwischen einem Glühwürmchen und einem Blitz." (Mark Twain)
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Eulenbaum
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Beiträge: 785



BeitragVerfasst am: 13/09/2017 23:25    Titel: Antworten mit Zitat

Peter Waldbauer hat Folgendes geschrieben:
Noch jemand, der vollkommen humorbefreit ist.



Und noch jemand. Hilfestellung für Mitautoren ist das aus meiner Sicht nicht, auch kein Erfahrungsbericht, es wird von oben herab etwas dargestellt ... Oder, ich bin mal deutlich: Es ist eine Selbstdarstellung des Autors, was ich da herauslese. Es geht in dem Text also nicht um die Sache, sondern es geht um den Autor des Textes sebst und um sein Bild von sich.

Auf Kosten der anderen, der "dummen" Autoren.

Wo man so etwas richtiger Weise hier im Forum posten kann, weiß ich nicht. Vielleicht wirklich im Einstand.

Dann könnte man am Text arbeiten, so daß es im Text letztlich auch um eine Sache und nicht nur um den Autor und sein m.M.n. unzureichendes Bild von sich geht.

Das wäre meine Idee, fußend auf meinem Eindruck vom Text oben.
 
Gruß,
Eulenbaum
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Willebroer
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BeitragVerfasst am: 14/09/2017 00:12    Titel: Antworten mit Zitat

Eulenbaum hat Folgendes geschrieben:

Auf Kosten der anderen, der "dummen" Autoren.


Na, und? Jeder kann sich den Stiefel anziehen, sich zu den "dummen" Autoren zählen. Aber er kann es auch lassen.

Wer sich selbst wiedererkennt, kann hoffentlich auch drüber lachen. Oder vielleicht auch, wenn man andere wiedererkennt. Wer sich für klug von Geburt an hält, braucht sich natürlich nicht angesprochen zu fühlen. Er steht dann hoch über solchen Dingen. Sehr hoch.
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Eulenbaum
Autor


Beiträge: 785



BeitragVerfasst am: 14/09/2017 07:56    Titel: Antworten mit Zitat

Was ist denn die "Botschaft", die Aussage des Textes? Es gibt dumme und kluge Autoren, der Autor des Textes gehört zu den Klugen der Autor. Er "steht hoch über solchen Dingen", wie Du so schön schreibst.

Das ist kein Erfahrungsbericht, das ist auch keine Hilfestellung, deshalb finde ich es angebracht, so etwas hier nicht zu posten, sondern im Textbereich. Es ging ja im Verlauf des threads u.A. darum. Aber natürlich kann das jeder, Du z.B., anders sehen.

Gruß,
Eulenbaum
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Herr Bossi
Geschlecht:männlichAlter Ego

Alter: 55
Beiträge: 306
Wohnort: MG


BeitragVerfasst am: 14/09/2017 08:14    Titel: Antworten mit Zitat

@Peter
sehr unterhaltsam zu lesen ...
ideal als Blog-Artikel, wo das Literaturwesen ein wenig auf die Schippe genommen werden kann / darf / soll / möchte Smile

@Humor versus "Ernst der Sache"
Ich bin auch noch totalemente erfolglos, was Verleger usw. angeht und erkenne mich dann später auch bestimmt in einigen dieser Punkte wieder und fürchte, ich werde in der Zukunft manche dieser Punkte mit ähnlichen Erfahrungen unterfüttern ... aber gerade darum musste ich immer wieder mal schmunzeln

@Neulinge mit Hoffnungen
nicht sauer werden ... wer Schweres mit Humor betrachtet, für den ist Schweres dann oft gar nicht mehr so schwer

@Profis ... ernüchtert oder professionell
Dat is hier einfach ne Glosse die gar nicht ernst gemeint sein will,
die aber trotzdem lehrreich und darum auch ernst, sprich seriös, betrachtet werden kann
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Niederrheiner
Geschlecht:männlichSchreiber-Lehrling


Beiträge: 96



BeitragVerfasst am: 14/09/2017 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Bei den ersten sechs Stufen stimme ich zu und mir fallen zu jeder davon Postings von Autoren (auch hier im Forum ein), die das genauso gemacht haben.

Bauchschmerzen habe ich aber bei der siebten Stufe.

M.E. ist sie mit den ersten 6 auf einer Ebene anzusehen - nämlich als Fehler, die man als Autor nicht machen sollte.

Hier wird es aber so dargestellt, als sei das die richtige Vorgehensweise.

M.E. ist es so ziemlich der größte Fehler, den man als Autor machen kann: Einem kleinen Verlag ewig hinterherzurennen, zu liefern, zu ändern - und dann doch oft ohne Vertrag oder zu so schlechten Konditionen, dass man das eigentlich niemals machen sollte.

Sieht man doch hier im Forum immer wieder, wie Autoren von kleineren Verlagen ausgenutzt werden, weil die genau wissen, dass der Autor keine andere Chance sieht und auch solch einen Verlagsvertrag als das große Los sieht.

Peter, du schreibst, dass bei Stufe 7 die einseitige Abhängigkeit des Autors vom Verlag nicht mehr so stark sei.

M.E. ist genau das Gegenteil das Fall: In Stufe 7 ist die einseitige Abhängigkeit am stärksten!

In einem Autorenforum zu vermitteln, dass das der richtige Weg sei, halte ich für "nicht optimal" (um das sehr vorsichtig auszudrücken).
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Peter Waldbauer
Geschlecht:männlichSonntagsschreiber

Alter: 51
Beiträge: 25
Wohnort: Heidelberg


BeitragVerfasst am: 14/09/2017 14:23    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank für eure zahlreichen und fundierten Kommentare, die ja aus der Sicht des jeweils Einzelnen durchaus zutreffend sein können. Vielleicht ein bißchen Erläuterung von mir.

@Eulenbaum
Eine Hilfestellung soll der Artikel in erster Linie nicht sein. Beabsichtigt ist Unterhaltung. Eine Hilfestellung kann er aber insofern sein, als dass er wieder einmal zeigt, wie sehr Zufall/Glück/langer Atem/Nicht-Aufgeben in diesem Geschäft notwendig sind.
Erfahrensbericht ist er sehr wohl. Allerdings wurden nicht bei einem Buch alle Stufen hintereinander durchlaufen und es müssen auch nicht immer die eigenen Erfahrungen gewesen sein.
Autoren sind nicht dumm, wenn sie trotz geringer Wahrscheinlichkeit einen Weg beschreiten. Sie sind von sich überzeugt, idealistisch, hartnäckig, ihnen bleibt keine andere Wahl, etc.
Von Andreas Eschbach stammt übrigens der Rat, man solle bei der Verlagssuche den Emotionsregler ganz auf Null stellen.

@Herrn Bossi
volle Zustimmung Very Happy

@Niederrheiner
Die dargestellten Varianten (Stufen) sind frei von dem Anspruch, die richtige Vorgehensweise zu sein. Sie sind lediglich eine häufige Vorgehensweise.
Inwieweit man einem (kleinen oder auch großen) Verlag "hinterherrennt" hängt davon ab, als wie dringlich man es empfindet, überhaupt erst einmal veröffentlicht zu sein (und zwar ohne DKZV). Die Erstveröffentlichung - auch zu schlechten Konditionen ("ausgenutzt") - kann dann das Billet sein für andere Verlage.
Bei Stufe 7 sieht sich der Autor nicht mehr als Bittsteller, da der Lektor erstmals Interesse signalisiert. Er ist keiner mehr jener unzähligen, anonymen Manuskripteinsender "da draußen", sondern hat sich durch professionelles Verhalten ins Bewusstsein des Lektors/Verlages "hochgearbeitet". Er ist nun in der Position eines Lieferanten, der Angebote macht, bei denen der Verlag - natürlich zu seinen Konditionen, aber immerhin - zugreifen wird. Er wird nicht mehr an der Vordertür abgewiesen. Dies ist ein deutlicher Fortschritt zu Stufe 1-6.
Stufe 7 lässt sich aber (im Gegensatz zu 1-6) nicht planen. Sie tritt ein - früher, später oder auch gar nicht.
Wenn du findest, dass die Abhängigkeit in Stufe 7 am größten ist, hieße das, dass die Abhängigkeit dann am größten ist, wenn man mit einem Verlag ins Geschäft kommt. Um dies zu vermeiden, bliebe nur, mit einem Verlag erst gar nicht ins Geschäft kommen zu wollen. Denn dass ein normaler Neuautor (kein Promi) in Stephen-King-Manier dem Verlag seinen Bedingungen diktieren kann, ist ausgeschlossen.
Dass aber natürlich weiterhin Abhängigkeit besteht, ist unwidersprochen. Deshalb habe ich geschrieben, dass sie "nicht mehr so deutlich zu Tage tritt"; nicht, dass sie nicht mehr sei.


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Peter Waldbauer, Jahrgang 1966, ist Betriebswirt und wohnt als freiberuflicher Dozent und Autor in der Nähe von Heidelberg. Er veröffentlichte bisher Essays und fünf Bücher.
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Niederrheiner
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BeitragVerfasst am: 14/09/2017 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Peter Waldbauer hat Folgendes geschrieben:
Wenn du findest, dass die Abhängigkeit in Stufe 7 am größten ist, hieße das, dass die Abhängigkeit dann am größten ist, wenn man mit einem Verlag ins Geschäft kommt. Um dies zu vermeiden, bliebe nur, mit einem Verlag erst gar nicht ins Geschäft kommen zu wollen. Denn dass ein normaler Neuautor (kein Promi) in Stephen-King-Manier dem Verlag seinen Bedingungen diktieren kann, ist ausgeschlossen.


Man soll dem Verlag nichts aufdiktieren - man soll verhandeln!

So wie das Agenturen auch machen.

Aber hier im Forum sieht man ja in zig Threads, dass gerade die kleinen Verlage dazu oft überhaupt nicht bereit sind. Und darum (und das ist das Schlimme) nehmen die Autoren dann die Konditionen so an, wie sie ihnen "aufdiktiert" werden (um bei deinem Wort zu bleiben, denn in diese Richtung stimmt es).

Und je länger man dem Verlag vor dem Vertrag schon hinterherläuft, desto mehr zeigt man ihm, dass man da unbedingt hin will. Und das wird dann sehr häufig auch im Vertrag ausgenutzt.
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Peter Waldbauer
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BeitragVerfasst am: 14/09/2017 14:46    Titel: Antworten mit Zitat

Niederrheiner hat Folgendes geschrieben:

Man soll dem Verlag nichts aufdiktieren - man soll verhandeln!
So wie das Agenturen auch machen.[/quote]

Selbstverständlich, da spricht nichts dagegen. Wie die Verhandlung ausgeht, ist abhängig vom Verhandlungsgeschick und von der Verhandlungsmasse.

Natürlich wäre es allen Autoren am liebsten, sie müssten sich mit der leidigen Verlagssuche überhaupt nicht beschäftigen, sondern könnten sich ganz dem Scheiben widmen. Doch ist dies in einem so starken Angebotspolypol wie dem der Manuskriptanbieter kaum möglich. Entsprechend ungünstig ist ihre Verhandlungsposition. Ein Ausweg sind - wie du richtig erwähnst - die Agenturen.
Diese wurden in obigem Beitrag nicht gewürdigt, weil sie wenig Stoff für Erkenntnis und Amüsement geboten hätten. Bei Agenturen erhält man in der Regel eine Antwort und auch ziemlich zeitnah.


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Herr Bossi
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BeitragVerfasst am: 14/09/2017 15:47    Titel: Antworten mit Zitat

Angebotspolypol

Wenn man als Angebotseite die Manuskriptlieferanten betrachtet, kann man das durchaus so nennen.

Ich sehe aber eher die Verlage in der Angebotsposition. Sie bieten die Dienstleistung an, ein Manuskript in feste Form zu gießen.

Also eher ein Angebotsoligopol mit stark monopolistischen Tendenzen, da die relative Handvoll (wenn man es nach Themen eingrenzt sowieso) mehr oder weniger die Preise, sprich, die Konditionen diktieren kann ... und dies auch tut (und sich dabei nur vom "marktüblichen" bremsen lässt).

Der einzige Weg da durch ist "Pokerface" und die Nerven haben, einfach Nööö zu sagen, wenn es nicht passt, echte und für den Verlag spürbare Gelassenheit bewahren und weiter Anfragen an Verlage senden.

Ein anderes Mittel jenseits der Qualität der eigenen Arbeit gibt es nicht. Hat die eigene Arbeit Qualität, oder hat der Autor "einen Namen", die/den ein Verlag vermarkten kann (das ist entscheidender Teil der Strategie des Autoren, dass das so auch erkannt wird), siegt letztlich das kommerzielle Interesse eines Verlages.

Wenn dieses strategische Annähern scheitert oder der Verlag einfach unbeweglich ist -

Pokerface
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Eulenbaum
Autor


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BeitragVerfasst am: 14/09/2017 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Peter Waldbauer hat Folgendes geschrieben:

Autoren sind nicht dumm, wenn sie trotz geringer Wahrscheinlichkeit einen Weg beschreiten. Sie sind von sich überzeugt, idealistisch, hartnäckig, ihnen bleibt keine andere Wahl, etc.


Das liest sich jetzt so, daß es sachlich und überlegt rüberkommt.

Zitat:
Von Andreas Eschbach stammt übrigens der Rat, man solle bei der Verlagssuche den Emotionsregler ganz auf Null stellen.

Dazu paßt, daß ich ihn als kollegial erlebe, auch auf seiner Internetseite.

Er macht sich nicht lustig, auch nicht über "Anfänger" usw., trotzdem er auch Humor hat.

Das alles gehört für mich zusammen. Also: Zum Thema "Emotionsregler auf Null stellen" gehört auch, daß man nicht seine Professionalität unangenehem "raushängen" läßt.

Das, was ich oben von Dir zitiert habe, liest sich schon anders als das, was ich im Eingangstext dieses threads gelesen habe.

Gruß,
Eulenbaum
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Peter Waldbauer
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 10:29    Titel: Antworten mit Zitat

Eulenbaum hat Folgendes geschrieben:

Zum Thema "Emotionsregler auf Null stellen" gehört auch, daß man nicht seine Professionalität unangenehem "raushängen" läßt.

Bei der Verlagssuche kann man seine Professionaliät nur angenehm heraushängen lassen. Verlage empfinden Professionalität niemals als unangenehm.


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Peter Waldbauer
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 10:34    Titel: Antworten mit Zitat

Herr Bossi hat Folgendes geschrieben:

Ich sehe aber eher die Verlage in der Angebotsposition. Sie bieten die Dienstleistung an, ein Manuskript in feste Form zu gießen.

Die Verlage sind - als Zwischenhändler - gegenüber dem Endkunden (Leser) in einer Angebotssituation und gegenüber ihren eigenen Lieferanten (Agenten/Autoren) in einer Nachfragesituation.


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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 11:32    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

Ich für meinen Teil habe den Text amüsiert gelesen. Er ist doch deutlich als humorige Glosse zu erkennen. Wo ist also das Problem?
Dass es nur selten zum Erfolg führt, sich als angehender Autor direkt an einen großen Publikumsverlag zu wenden, das sollte hier im Forum eigentlich ausreichend bekannt sein. Hier propagieren wir seit Jahren den Weg über Agenturen, oder den Einstieg über kleine Verlage.
Da kann man so eine Geschichte also auch mit dem nötigen Abstand lesen. Sie ist doch nett geschrieben.
Und es klappt ja tatsächlich auch gelegentlich der "lange Marsch" direkt an die großen Verlage ...

Ebenfalls amüsant finde ich, dass BlueNote selbst diesen harmlosen Beitrag als Argument in seiner verzweifelten Agenda gegen das Teufelszeug namens "U-Literatur" heranzieht.
Ja, die bösen Publikumsverlage: Da tragen sie mit ihren ach so seichten Programmlinien unverdrossen die ernsthafte Literatur zu Grabe und außer einem letzten heldenhaften Ritter stellt sich ihnen niemand in den Weg ... *seufz* ...

LG Merlinor


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„Ich bin fromm geworden, weil ich zu Ende gedacht habe und nicht mehr weiter denken konnte.
Als Physiker sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms:
Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

MAX PLANCK (1858-1947), Mailand, 1942
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Herr Bossi
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 11:50    Titel: Antworten mit Zitat

Peter Waldbauer hat Folgendes geschrieben:
Herr Bossi hat Folgendes geschrieben:

Ich sehe aber eher die Verlage in der Angebotsposition. Sie bieten die Dienstleistung an, ein Manuskript in feste Form zu gießen.

Die Verlage sind - als Zwischenhändler - gegenüber dem Endkunden (Leser) in einer Angebotssituation und gegenüber ihren eigenen Lieferanten (Agenten/Autoren) in einer Nachfragesituation.


ach shit ... sorry Smile ... den Leser gibts ja auch noch smile

Natürlich hast Du recht. Ich hatte jetzt nur die direkte Beziehung Autor - Verlag betrachtet.
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Herr Bossi
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 11:54    Titel: Antworten mit Zitat

Merlinor hat Folgendes geschrieben:
die bösen Publikumsverlage: Da tragen sie mit ihren ach so seichten Programmlinien unverdrossen die ernsthafte Literatur zu Grabe und außer einem letzten heldenhaften Ritter stellt sich ihnen niemand in den Weg ... *seufz* ...
LG Merlinor

Das hat ja das Zeug zu einem guten Plot smile.

Fehlen nur noch die Gefährten ...
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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 12:31    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:

Ebenfalls amüsant finde ich, dass BlueNote selbst diesen harmlosen Beitrag als Argument in seiner verzweifelten Agenda gegen das Teufelszeug namens "U-Literatur" heranzieht.
 Ja, die bösen Publikumsverlage: Da tragen sie mit ihren ach so seichten Programmlinien unverdrossen die ernsthafte Literatur zu Grabe und außer einem letzten heldenhaften Ritter stellt sich ihnen niemand in den Weg ... *seufz* ...

Merlinor, jetzt lass mich doch ein bisschen seichte Kommerzliteratur hassen und ebenso Verlage wie Bastei Lübbe.
Oder umgekehrt, alles lieben, was einen Text irgendwie von seichter Kommerzliteratur abhebt.

Oder krieg ich Unterhaltungsromane nächstens zwangseingeflößt als vorverdauten Papierbrei wie in Akiras lustiger Inkognito-Geschichte vor ein paar Tagen?
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Merlinor
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 13:25    Titel: Antworten mit Zitat

BlueNote hat Folgendes geschrieben:
... Oder krieg ich Unterhaltungsromane nächstens zwangseingeflößt als vorverdauten Papierbrei wie in Akiras lustiger Inkognito-Geschichte vor ein paar Tagen?


Hm, das klingt verführerisch ... lol

 angel


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Es gibt keine Materie an sich, Geist ist der Urgrund der Materie.“

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BlueNote
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Dann wenigstens Mieses Karma II - das wollt ich eh lesen.
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Herr Bossi
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BeitragVerfasst am: 15/09/2017 14:06    Titel: Antworten mit Zitat

Nichts gegen (gute) Unterhaltung.
Da steckt die Asche drin Smile


Ich werde meine Zielgruppe erst auf die zwei Dutzend Literaturkritiker verkleinern, wenn ich auch mal nen Literaturpreis möchte.
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