Allgemeiner Schreib-Leitfaden

Aus Der DSFo.de Leitfaden

Wechseln zu: Navigation, Suche

Achtung, es ist wichtig, dass möglichst viele Mitglieder hier mitschreiben und ihre Ideen abgeben, um die grobe Struktur mit Leben zu füllen. Sinn und Zweck dieses Artikels: Die wichtigsten Schreibtipps knapp zusammengefasst - DIE Stelle für Querverweise zu genaueren Artikeln!

Inhaltsverzeichnis

Prinzipien klären

Eher man sich an das Basteln einer Schreiberkarriere macht, sollte man sich zuallererst überlegen: Für wen schreibe ich? Damit ist nicht nur die Zielgruppe gemeint, mit der ein Roman auf dem modernen Literaturmarkt steht und fällt, sondern ganz allgemein die Frage nach dem Ziel der eigenen Schreibtätigkeit. So sollte man folgende Fragen überdenken - sie sind trotz der Formulierung keineswegs als "entweder - oder" zu verstehen, wie sehr oft in der Literatur ist die Aufgabe, einen beidseitig befriedigenden Mittelweg zu finden.

  • Schreibe ich für mich, um meine Emotionen, Gedanken etc. festzuhalten, mich der Welt mitzuteilen oder schreibe ich in erster Linie zur Unterhaltung anderer Leser, für den Profit, mit dem eine breite Leserschaft mein Werk honoriert?
  • Will ich mit meinem Stil Innovationen kreieren, experimentieren, überraschen, "shocken", der will ich aus Altbewährtem ein schmackhaftes Gemisch zusammensetzen, will ich mich gar auf die ganz alten Klassiker, ihren Stil, ihre Inhalte zurückbesinnen?
  • Welche Themen stehen für mein Schaffen im Vordergrund? (nicht nur im Sinne von Genre, sondern auch als generelle Botschaft des Schreibens)
  • Habe ich der Welt etwas mitzuteilen, oder möchte ich "nur" eine gute Geschichte erzählen?
  • Wie weit möchte ich meinen Stil dem Leseverständnis anpassen? Ist mein Ziel, möglichst verständlich und massenkonform zu schreiben, oder soll der Leser durchaus ein bisschen Lernwillen und Geduld mitbringen, da ich mich mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner nicht zufrieden gebe? nach dem Motto: "Nicht der Künstler muss publikumsnäher, das Publikum muss künstlerischer werden." - Oscar Wilde

Nochmals sei betont: Diese Fragen sind nicht wertend zu verstehen; ein Weg des Schreibens ist nicht schlechter als der andere. Man muss aber, eher man sich in Sackgassen schreibt und am eigenen Werk verzweifelt, die angestrebten Ziele klären. Ein Weg schließt den anderen nicht aus, Schlussfolgerungen wie "Du schreibst für dich? Was bist du für ein Schubladen-Loser!" sind pauschal und werden der Vielseitigkeit der Schreibziele nicht gerecht.

Wer sich für den - unter "echten" Künstlern und Literaten oft verschrieenen - Weg des rein marktkonformen Schreibens entscheidet und die Innovation scheut, sollte allerdings bedenken: Ein Autor, der einen eigenen Trend erschafft, ist unterm Strich stets erfolgreicher als einer, der vorhandene Trends nur verfolgt.

Die goldenen Regeln des Schreibens

Wie fange ich an?

Sollte ich einmal an meinem Schreibtisch sitzen und nicht wissen, was ich schreiben soll, beginne ich am allerbesten mit dem Brainstorming. Sollte ich irgendwann ein interessantes Thema für mich entdeckt haben, baue ich es mit der Schneeflocken-Methode aus, um danach einen ziemlich genauen Plot vor mir liegen zu haben.

Schreibstil und Grammatik

Jeder Autor entwickelt mit der Zeit seinen eigenen Stil, auch wenn dieser von den Stilen anderer Autoren beeinflusst wird. Da es aber von Leser zu Leser unterschiedlich ist, welcher Stil gut ankommt, lässt sich diesbezüglich nicht pauschalisieren, was einen guten Stil ausmacht. Während die einen gerne möglichst viele und detaillierte Beschreibungen von Land und Leuten lesen, und auch dem überdurchschnittlich hohen Gebrauch von Adjektiven nicht abgeneigt sind, würden andere Leser wiederum einen derartigen Text nicht einmal mit der Kneifzange anfassen. An dem Punkt stellt sich dem Autor dann die Frage nach dem "wie viel":

  • Wie viel (oder wenig) kann ich meinen Lesern zumuten, ohne dass ich sie vergraule?

Dabei gilt die Frage sowohl für die Anzahl der Adjektive als auch für die Fülle an Details oder sogar für die Anzahl der Wörter je Satz. Wer also eine möglichst breite Leserschaft ansprechen möchte, sollte sich Gedanken über ein Mittelmaß machen.

Ein wichtiger Grundsatz in Sachen Schreibstil lautet jedoch "show, don't tell", zu deutsch: Zeigen, nicht beschreiben.

Was die Grammatik angeht, so sollte diese natürlich sitzen. Kein Mensch liest einen Text, der vor Fehlern nur so strotzt - ganz egal, wie gut der Text auch sein mag. Von daher sollte man sich nicht nur mit der (Weiter-)Entwicklung seines Stils beschäftigen, sondern auch die Grammatik erlernen, sofern man in diesem Bereich Schwächen aufweist. Das geht vermutlich am einfachsten, indem man viel liest. Dadurch entwickelt man ganz automatisch ein besseres Gefühl für den Satzbau sowie allgemein für Sprache und deren Wirkung. Im Zweifelsfall sollte aber auch ein Duden zu Rate gezogen werden.

Recherche und Plotentwicklung

Charaktere zum Leben erwecken

Das Mittelmaß finden

Oftmals sitzt ein Autor vor seinem Blatt und fragt sich, wie sein Text wohl ist. Zu oft kriegt man die Kritik an den Kopf geworfen, der Satz sei für diese Stelle zu lang oder zu kurz. Doch wie vermeide ich das?, fragt man sich.

Ganz einfach,

versuchen sie erst einmal den Wichtigkeitsgrad des Satzes, die Szene etc. zu bestimmen.

Eher unwichtig:

Nutzen sie die Sätze/ Szenen die eher unwichtig sind dazu, um ihre Charaktere reeller, lebendiger etc. zu machen. Schaffen sie ein Kopfkino indem sie die Umgebung beschreiben. Diese Sätze dürfen schön lang sein. Doch begehen sie nicht den Fehler und versuchen sie die Szene zu stark auszuschmücken. Das führt zu Widersprüchen und Unstimmigkeiten. Hängen sie keine Sätze einem Anderen hintendran, hat er nichts mehr mit dem alten zu tun.

Eher wichtige Sätze:

Wir nähern uns der Spannung, dem Ziel, dem Höhepunkt. Die Sätze und Szenen werden wichtiger und langsam muss das bei dem Leser auch ankommen. Keine zu langen Sätze, da der Leser sonst das Gefühl der Gelassenheit bekommt und denkt, die Hauptpersonen haben genug Zeit um die Handlung auszuführen. (Das geschieht durch das lange beschäftigen des Auges, was im Kopf zu 'Zeit' umgewandelt wird) Versuchen sie kleine Holper hinein zu bringen, bremsen sie die schnellen Augen des Lesers. Dies können sie wunderbar mit diesem herrlichen Zeichen - ausdrücken. Das Augen stoppt und der Leser weiß, das das - eher selten vorkommt. Er passt genauer auf und achtet auf die Details. Nun haben sie alle Möglichkeiten ihren Leser immer mehr zu fesseln.

Wichtige Sätze:

Nun ist es noch viel wichtiger, die Regeln von den eher wichtigen Sätzen einzuhalten. Zudem aber müssen die Sätze nun kurz und knapp sein. Bringen sie unerwartete Wendungen ein, bilden höchstens ein Komma im Satz, welches in einer Kampfszene manchmal sogar gut rüberkommt, da das Auge wieder ein bisschen entspannt wird

Überarbeitung und Vermarktung

Schwarze Liste: Was man tunlichst vermeiden sollte

Persönliche Werkzeuge